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In deinen Augen (Rezension)

Inhalt

Sam wartet ungeduldig auf den Frühling, denn mit ihm kehr Grace heim. Die wärmeren Temperaturen sorgen dafür, dass sie den Wolfspelz zurücklässt und sich wieder in einen Menschen verwandelt. Nur leider steckt sie in keinem Körper so wirklich und verwandelt sich häufiger.
Aber nicht nur die fehlende Dauerhaftigkeit seitens Grace in ihrer menschlichen Gestalt bedroht das junge Glück. Tom Culpeper will den Schutz der Wölfe aufheben und sie ein für allemal aus dem Boundary Wood verbannen und dafür greift er liebend gern zum Gewehr.
Kann Sam das Rudel retten oder verliert er alles, für das er je gekämpft hat?


Kritik

Es dauert eine Weile, bis man zurück in die Geschichte findet, was vielleicht auch daran liegt, dass ich die vorigen Bände vor einigen Jahren gelesen habe. Dadurch ist es auch schwierig, alle Andeutungen zu verstehen, da nicht oft weit ausgeholt wird, um etwas erneut zu erklären - was eigentlich ganz gut ist, um den Roman nicht zu langatmig zu machen.
Trotzdem kommt man gut mit und dank der Kapitel aus Sams, Graces, Coles und Isabels Sicht bekommt man einen ganz guten Überblick über die Geschehnisse. Außerdem kann sich der Leser einen eigenen Eindruck von verschiedenen Figuren machen und man bekommt eine andere Sicht auf Tom Culpeper, der eine Art Bösewicht darstellt und gleichzeitig Isabels Vater ist.
Die Wölfe sind immer noch faszinierend, obwohl man durch Sam schon einiges über sie erfahren durfte. Diesmal taucht man noch tiefer ins Rudel ein und erlebt die Wölfe in freier Wildbahn. Sie wirken authentisch, auch wenn es eigentlich Werwölfe sind und durch den guten Schreibstil der Autorin, kann man die Szenen quasi vor dem inneren Auge sehen und taucht gänzlich in die Geschichte ein.
Sam und Grace sind ein beneidenswertes Paar, deren Liebe füreinander am wichtigsten für sie ist. Sehr schön ist es, dass sie die Gefühle füreinander mit in ihre andere Gestalt nehmen. Es sind die kleinen, simplen Dinge, die diese beiden als Paar ausmachen, auch wenn man darüber manchmal nur den Kopf schütteln kann. Denn nicht immer reagieren sie angemessen auf gefährliche Situationen.
Passend zu diesem Traumpaar sind da noch Cole und Isabel, die weder mit noch ohne einander zu können scheinen. Es treffen vier Charaktere aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten und damit repräsentieren sie viele Jugendliche und man findet eigentlich immer jemanden, mit dem man sich identifizieren kann.
Trotz aller Dramatik - oder gerade deswegen - haben sowohl Musik als auch Gedichte eine bedeutende Rolle, da sie eine Art Zuflucht für Sam bilden und gleichzeitig ihm beim Bewältigen und Verarbeiten helfen. Es spiegelt Sams jeweilige Gefühlslage wider und emotionalisiert manche Szenen. Vor allem ist Sam dadurch zugänglicher für den Leser und man schließt ihn umso mehr ins Herz.
Gegen Ende wird es dann dramatisch und nochmal sehr spannend, auch wenn die Spannung  dank des Damoklesschwerts über den Wölfen dauerhaft hoch ist. Wie für das Finale einer  Trilogie üblich, wird es blutig, traurig und herzergreifend. Wie genau das gemeint ist, erfahrt ihr, wenn ihr das Buch lest.

Fazit

Ein absolut würdiges Finale, das einen nach Mystic Falls entführt und mit den Wölfen durch die Wälder rennen lässt. Ein Abschied miit einem lachenden und weinenden Auge.



Autorin: Maggie Stiefvater
Seiten: 496
Verlag: script5

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