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Der Fluch der Aphrodite (Rezension)



Inhalt

Als der trojanische Krieg endet, endet für Apoll auch das Leben, wie er es bisher kannte. Aphrodite verflucht ihn, sodass sich keiner mehr in ihn verliebt, wenn er die Person nicht mindestens genauso liebt.
Wie konnte es dazu kommen? Und kann Apoll es schaffen, den Fluch nach mehreren Jahrtausenden zu brechen?

Kritik

Alles startet in Troja, sodass man einen Einblick in den Krieg und das Gebahren der Götter damals bekommt. Dadurch hat man die Chance, zu verstehen, warum sie handeln, wie sie handeln. Vor allem aber sorgt es dafür, dass man sich von dem Bild, das man von Apoll und den anderen in "Götterfunke" hat, verabschiedet. Es fällt schwer, die beiden Versionen von Apoll zusammenzubringen. Zumal der Apoll der Gegenwart auch nicht ganz zu dem von vor zwei Jahren zu passen scheint, wodurch es etwas schwerer fällt, sich gänzlich in die Geschichte fallenzulassen.
Einige der größten Probleme wären leicht zu klären, wenn die Figuren einfach mal den Mund aufbekommen und miteinander reden würden. Leider passiert das nur selten, was einen als Leser in den Wahnsinn treibt. Dadurch bleibt es ber spannend, weil man sich bis zuletzt fragt, ob es so ausgeht, wie man es hofft.
Gerade der Teil rund um Troja gefällt mir besonders gut, weil es der Autorin gelingt, einem die Welt bildlich vor Augen zu führen. Man taucht ab in diese Welt voller Götter und Intrigen und verliert sich zwischen den Zeilen. Und obwohl man weiß, wie es mit Troja endet, hofft man doch auf ein Wunder, denn man gewinnt einige der Menschen in Troja lieb, weil Apoll sie mag. Gerade um diese Figuren tut es einem besonders leid und man beginnt, Athene zu hassen, obwohl man sie in "Götterfunke" geliebt hat.
Der Teil, der in der Gegenwart spielt, ist nicht ganz so gut gelungen. Anfangs fällt es etwas schwer, mit den Figuren zurecht zu kommen, da nur Cayden und Jess sich so verhalten, wie man es gewohnt ist.
Insgesamt kommt im zweiten Teil die göttliche Welt ein wenig zu kurz, was zwar erzähltechnisch sinnvoll ist, es insgesamt aber nicht mehr ganz so faszinierend macht.
Aphrodite ist mit Abstand die überraschendste Figur, da man sie bisher nur als oberflächlich und arrogant erlebt hat. In diesem Roman blüht se geradewegs auf und man kann durchaus verstehen, warum sich der ein oder andere Mann in sie verliebt hat.
Das größte Manko ist aber allemal, dass die anderen Götter nur wenig vorkommen und meist eher passiv an der Geschichte teilhaben. Es ist schön fragwürdig, warum Zeus nicht früher eingreift, gerade weil man ihn als liebenden und fürsorglichen Vater kennengelernt hat. Gleichzeitig sorgt es aber für eine steigende Spannung, da Apoll und Aphrodite nicht unbesiegbar erscheinen und man mit ihnen mitfiebert und miträtselt.
Es ist schade, dass man sich schon wieder von den griechischen Göttern verabschieden muss und es diesmal wohl endgültig ist. Viel zu schnell fliegt man durch die Seiten, möchte wissen, wie es weitergeht, aber nicht, das es endet.

Fazit

Man lernt die bekannten Figuren von einer anderen Seite kennen und lieben. Der Abschied fällt umso schwerer, da es ein grandioses, packendes und emotionales Spin-off zu einer meiner liebsten Reihen ist.




Autorin: Marah Woolf
Seiten:  460
Verlag: Nova MD

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