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Brothers - Spiel um Rache (Rezension)

Inhalt

Jade Carpenter ist die Tochter einer hochrangigen FBI-Agentin und die Enkelin des Gouverneurs. Doch hinter der Fassade weiß Jade schon lange, dass etwas in ihrer Familie nicht stimmt und damit ihre Mutter nicht erfährt, was sie in ihrer Freizeit tut, dealt Jade mit Kokain, um ihr Taschengeld aufzubessern.
Als ihre Mutter ihr Landon Mulvaney vorstellt, einen aufstrebenden FBI-Agenten, ist er für sie nur der nächste Mann, den sie daten soll. Doch er ist so viel mehr und das Geheimnis, welches er wie seinen Augapfel hütet, könnt ihrer aller Untergang sein.
Als dann auch noch jemand auftaucht, der vermeintlich tot sein sollte, ist das Chaos perfekt und Jade befindet sich in einer Abwärtsspirale, die sie unweigerlich der Wahrheit und ihrer Verdammnis näherbringt.
Kann einer von ihnen doch noch alles zum Guten wenden? Und was ist das Gute?

Kritik

Es braucht sehr lange, bis man ein Gefühl für die Geschichte entwickelt, was man von der Autorin so nicht gewohnt ist. Vor allem ist es ein Nachteil für die Figuren, da sie es viel schwieriger haben, echte Sympathien zu wecken und den Leser an den Roman zu Fesseln.
Da Landon und Caleb sowohl Jade als auch den Leser lange an der Nase herumführen, ist man bis zum Schluss vorsichtig und man vertraut ihnen nicht so wirklich. Dadurch taucht man aber nicht ins Geschehen ab und kann es nicht wirklich genießen, auch wenn es oft nichts zu genießen gibt.
Jade ist anfangs recht unsympathisch und sehr klischeehaft. Doch durch die Herausforderung seitens Landons wird sie erwachsener und reift in kürzester Zeit heran. Umso überraschender und unglaubwürdiger ist ihr plötzliches Umschwingen, als sie Landons werben nachgibt und obwohl sie anfangs sich selbst einredet, dass sie damit nur herausfinden wolle, was er plant, merkt man sehr schnell, dass sie sich selbst belügt. Leider fördert das aber nicht ihre Glaubwürdigkeit und so gibt es nicht eine Figur, der man traut oder zu der man hält. Das ändert sich auch nicht, obwohl die Story aus Jades, Landons und Calebs Sicht geschrieben ist, denn es gibt trotzdem zu viele Geheimnisse über alle drei, als dass man das Gefühl bekommt, sie zu kennen.
Da es viele Fragezeichen gibt und einige Gefahrensituationen auf die drei Protagonisten warten, wäre es von Vorteil, wenn man mindestens einem von ihnen vertrauen und lieben könnte, auch wenn sie einem im Laufe des Romans ans Herz wachsen.
Eine nette Abwechslung sind die Kapitel, in denen Landon Textnachrichten mit jemand anderem austauscht. Es wird eine weitere Facette von ihm gezeigt und meist ist es eine heitere Atmosphäre, da die Nachrichten auch zum gegenseitigen Necken verwendet werden.


Fazit

Man wird in eine Welt voller Geheimnisse, Intrigen und falscher Gefühle entführt, aus deren Rausch man kaum entkommt, auch wenn man von den Figuren und der Handlung immer wieder hingehalten wird.
Lasst euer Gewissen daheim und tretet ein in Jades Welt.




Autorin: J S Wonda
Seiten: 464
Verlag: Independently published

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