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Unterm Mistelzweig mit Mr. Right (Rezension)

 Inhalt

Jessica hat ihr halbes Leben durchgeplant und dazu zählt, neben einem Uniabschluss, auch eine Verlobung. Seit vier Monaten ist sie mit Brennan, einem irischen Studenten liiert, der über Weihnachten nach Hause geflogen ist. Um auch in ihm den Wunsch auf eine gemeinsame Zukunft zu wecken, beschließt sie, ihn zu Weihnachten in Irland zu überraschen und seine Familie kennenzulernen. Nur hat sie nicht mit der Reaktion seiner Familie, seiner bildhübschen Ex und einem mürrischen Farmhelfer gerechnet. Kann ihr Weihnachten noch gerettet werden?


Kritik

Wie bei eigentlich allen Weihnachtsgeschichten weiß man von vornherein, dass es ein Happy End geben wird und es dauert auch nicht lange, bis man eine Ahnung davon hat, wie dieses aussehen mag.
Jessica ist zu Beginn wenig sympathisch, gerade weil sie alles durchplant und ziemlich anstrengend wird, wenn es nicht nach Plan läuft. Das gleicht die Autorin aber mit unvorhergesehenen Wendungen aus. Dadurch fällt es einem leicht, in die Geschichte einzutauchen.
Viel schwieriger ist es für den Leser, Jessicas und Brennans Beziehung zu verstehen. Beide scheinen nicht wirklich interessiert oder verliebt, wodurch natürlich nur noch mehr Probleme entstehen und es geht quasi schief, was nur schiefgehen kann.
Bis zum Schluss wird leider nicht geklärt, warum es Spannungen zwischen Brennan und dem Farmhelfer Grady gibt, was aber für die Figurenkonstellation wichtig wäre.
Auch Brennans Familie macht es einem zu Beginn schwierig, sie zu mögen. Das liegt zum einen daran, dass sie Jessica offen zeigen, wie ungern sie sie dahaben wollen. Und zum anderen liegt es an der offen zur Schau gestellten Liebe zu Brennans Ex, was nicht nur unsensibel sondern auch ziemlich unhöflich ist.
Umso schneller kennt man das Ende und wartet nur noch darauf, wie genau alles eingefädelt wird.
Kurz vorm Ende wird es dann doch nochmal überraschend, weil ein lange gehütetes Geheimnis ans Licht kommt und einige offene Fragen klärt. Wirkliche Spannung kommt aber auch hier nicht auf.


Fazit

Eine locker leichte Weihnachtsgeschichte, deren Figuren jedoch Zeit brauchen, um ihren Charme zu entfalten. Hier liegt eindeutig das fabelhafte Setting in Irland im Vordergrund.





Autorin: Lyla Payne
Seiten: 180
Verlag: Ravensburger

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