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Sinister Crown - Brave Mädchen tun das nicht (Rezension)

 Inhalt

Nachdem Maeve ohne Gedächtnis und mit Blessuren am Körper in einem Feld aufgewacht ist, versucht sie sich ein Leben an der renommierten Campbell University aufzubauen. Sie möchte nichts lieber, als in der Menge unterzugehen und keine Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Dummerweise geht das bereits am ersten Tag schief, als sie in eine Situation mit dem spanischen Kronprinzen, seinen Bodyguards und einer scheinbar hilflosen Frau platzt, die sie definitiv nicht sehen sollte.
Um ihre Verschwiegenheit zu sichern, soll Maeve die Fake-Freundin des Prinzen spielen, der sie nicht leiden kann und mit seinem Lebensstil nicht aufhören wird. Und während sie gegen sein Lebensstil und ihre aufkeimenden Gelüste ankämpft, merkt sie schon bald, dass weitere Gefahren lauern, die ihren Ursprung in ihrer Vergangenheit zu haben scheinen...

Kritik

Zwar gibt einem der Prolog einen groben Eindruck von Maeves Vergangenheit, aber letztendlich tappt man mit ihr gemeinsam im Dunkeln. Es ist frustrierend, dass man ihre Vergangenheit kaum kennt, weil direkt klar ist, dass diese wichtig ist. Umso mehr kann man Maeves Drang auf Normalität und Untertauchen verstehen und fühlt daher mit ihr mit.
Die ersten Szenen mit Tristán, dem Kronprinzen, und seinen Bodyguards Ryle und Nate sind zu Beginn etwas merkwürdig, weil man sie einfach nicht einschätzen kann. Gleichzeitig sind sie noch kein eingeschworenes Team und jeder hat seine eigenen Motive, die im Dunkeln liegen. Dadurch steigt die Spannung, da man niemandem trauen kann und es gleichzeitig möchte, weil man eben auch Kapitel aus ihrer Sicht hat. In diesen wird stellenweise auch deutlich, dass sie etwas verheimlichen, aber irgendwie will man sich, gemeinsam mit Maeve, in die Geschichte fallen lassen. Aber bereits im Vorwort wird man genau davor gewarnt.
Die unterschiedlichen Sichtweisen sorgen zum einen dafür, dass man viel tiefer in die Geschichte eintaucht und andererseits dafür, dass man alle Figuren besser kennenlernt und es umso schwerer fällt, ihnen nicht zu vertrauen. Gleichzeitig sorgt es auch dafür, dass man alles viel besser mitbekommt, da Maeve nicht immer die beste Erzählperspektive bietet.
Eigentlich passiert im ersten Band der Reihe gar nicht so viel, da man erst in die Story hineinfinden muss. Die spicy Szenen halten sich in Grenzen, was die Häufigkeit angeht, dafür sind sie schon recht hart, was bei dem Genre erwartbar ist. Gleichzeitig passt es zur Story und den Figuren und macht den Roman umso unterhaltsamer.
Von der ersten Seite an herrscht eine gewisse Anspannung aufgrund dem Gefühl der ständig drohenden Gefahr und der unbekannten Motive der Figuren, was eine krasse Sogwirkung auslöst. Man kann das Buch kaum aus der Hand legen und verliert sich vollkommen zwischen den Seiten.
Ein paar Entwicklungen wirken ein wenig überstürzt und fragwürdig, einfach weil ihnen die Zeit für eine natürliche Entwicklung fehlt und man muss sich erst damit anfreunden. Gleichzeitig scheint auch hier mehr dahinterzustecken, was einen umso gespannter auf die Auflösung macht - die vermutlich irgendwann im Lauf der Reihe folgt.
Das Ende ist echt fies, sodass man sofort zum Folgeband greifen will, um zu erfahren, wie es weitergeht.

Fazit

Heiße, fesselnde Dark Romance, die süchtig macht.





Autorin: Alessia Gold
Seiten: 408
Verlag: Federherz Verlag

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