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Spellcaster - Dunkler Bann (Rezension)

 Inhalt

Nach dem großen Showdown an Halloween können Nadia, Mateo und Verlaine ihr Glück kaum fassen. Ihnen ist tatsächlich das schier Unmögliche gelungen und sie haben die böse Zauberin Elizabeth aufgehalten.
Bis diese plötzlich wieder vor ihnen steht und sie erkennen müssen, dass sie weder verstorben ist noch ihre Ziele vereitelt wurden.
Erneut müssen sie herausfinden, was Elizabeth vorhat und sie daran hindern, die Welt zu vernichten, während diese ihnen Jahrhunderte an Erfahrungen voraushat. Kann es den Freunden gelingen oder wird ihre Unwissenheit ihr Ende sein?


Kritik

Eigentlich scheint zu Beginn alles gut zu sein und man fragt sich schon, wovon der zweite Band handeln könnte. Denn das Ende des ersten Bandes ist in sich abgeschlossen und die Geschichte scheint fast schon zu Ende erzählt. Bis dann Elizabeth auftaucht und man ebenso schockiert ist wie Nadia und ihre Freunde.
Verlaine wird immer interessanter. Gerade weil sie nicht wirklich ein Teil der Gesellschaft ist, ermöglicht sie als Charakter ein Druchbrechen des Schwarz-Weiß-Denkens, was wirklich interessant ist und für moralische Dilemma sorgen könnte. Während im ersten Band Nadia noch die faszinierendste Person war, ist es nun Verlaine, was eine nette Überraschung ist und für Abwechslung sorgt.
Und obwohl Nadia und Mateo seit Band 1 ein Paar sind, herrscht kein übermäßiger Spice. Entsprechende Szenen werden stellenweise zwar eingeleitet, aber es geht nicht allzu sehr in die Tiefe, was eine nette Abwechslung ist und zu keinem Spannungsabfall oder gar Langeweile durch Wiederholungen sorgt.
Die Art der Magie ist einzigartig, da neben Mineralien Erinnerungen benötigt werden. Dadurch lernt man Nadia und Elizabeth besser kennen und gleichzeitig ist es wirklich faszinierend.
Während man in Bezug auf Elizabeth konkreten Pläne lange im Dunkeln tappt, ist ihr eigentliches Ziel offensichtlich. Und für den Leser ist Nadias Unerfahrenheit ebenso frustrierend wie für sie selbst. Da sie nicht richtig ausgebildet wurde, kann sie es kaum mit Elizabeth aufnehmen. Das macht es zwar spannender und weniger vorhersehbar, aber gleichzeitig ist es frustrierend.
Endlich werden einige Fragen beantwortet, die man sich seit dem ersten Band stellt, auch wenn es nur bedingt abschließende Antworten sind. Die Gleichgültigkeit und Geheimniskrämerei innerhalb der Hexenschaft ist alles in allem schon sehr merkwürdig und hier herrscht wieder das altbekannte Problem des Nichtmiteinanderredens.
Der Schreibstil ist noch immer recht gewöhnungsbedürftig und sorgt eben für eine gewisse Distanz zu den Charakteren. Zwar werden alle wichtigen Figuren begleitet, aber es geschieht durch eine Art Erzähler, woran man sich erst gewöhnen muss. Und auch Mateos Fluch ist gewöhnungsbedürftig, da er stellenweise die nicht allzu ferne Zukunft sieht und sich Szenen dann beinahe vollständig doppeln, was dem Ganzen ein wenig die Spannung nimmt.
Gerade das Ende verschlägt einem den Atem und man hofft, dass Nadia recht behält. Gleichzeitig verspricht der dritte Band viel Potenzial zu haben, weswegen man neugierig auf das Finale ist.


Fazit

Faszinierende Magie und tolle Atmosphären machen den gewöhnungsbedürftigen Schreibstil wett und die Fortsetzung lesenswert.



Autorin: Claudia Gray
Seiten: 354
Verlag: Harper Collins

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