Direkt zum Hauptbereich

Promised - die zwei Königreiche (Rezension)

Inhalt

Nachdem Hollis Leben in Trümmern liegt, sucht sie mit ihrer neuen Familie ihren Frieden in Isolte. Doch schon bald muss sie erkennen, das es keinen perfekten Ort gibt und das sie als Mitglied der Familie Eastoffe stets kämpfen muss.
Als die Schatten der Vergangenheit die Zukunft trüben, muss sich Hollis für eine Seite entscheiden. Aber was, wenn das, was du am meisten begehrst, deinen schlimmsten Albtraum beinhaltet? Wirst du kämpfen oder fliehen?


Kritik

Noch immer fällt es einem schwer, Hollis überstürzte Entscheidung nachzuvollziehen, alles aufzugeben, um mit den Eastoffes nach Isolte zurückzukehren. 
Das liegt auch daran, das ihre Entscheidungen und ihre Gefühlswelt leider ein wenig unglaubwürdig dargestellt werden. Schon im ersten Band schien alles ein wenig schnell zu passieren, aber das kann schon mal vorkommen. Das sich Hollis Leben schon wieder innerhalb kürzester Zeit so radikal verändert, wirkt dann doch unrealistisch und das macht es umso schwerer, sich in der Geschichte zu verlieren und mit ihr mitzufiebern. Zumal man recht schnell ein Gefühl dafür bekommt, in welche Richtung sich alles entwickeln wird.
Obwohl wir jetzt in Isolte sind, lernen wir das Königreich und seine Gebräuche nur bedingt kennen. Dadurch fällt es einem schwer, sich zurechtzufinden und es entsteht eine gewisse Distanz zur Geschichte. Hollis ergeht es kaum besser, was es umso schwieriger macht. Die Autorin hätte sich deutlich mehr Zeit lassen sollen, um einem dieses fremde Königreich näher zu bringen.
Gegen Ende wird man dann doch überrascht und die Ereignisse überstürzen sich. Leider wird es nur wenig realistisch eingeleitet und auch der Verlauf kann nicht wirklich überzeugen. Was auch daran liegt, das man einige Figuren ganz anders kennenlernt. Man merkt, welches Ende der Autorin vorschwebt, wodurch es umso vorhersehbarer ist.
Die letzte Wendung ist dann auch sehr erwartbar und es wäre ein besseres Ende, wenn es diese nicht gegeben hätte. Das hätte Hollis Geschichte abgerundet und wäre mal etwas anderes gewesen.
Gleichzeitig hat man Hollis so sehr ins Herz geschlossen, das man dennoch mit ihr mitfiebert und für sie nur das Beste will. Auch wenn sie selbst oftmals nicht zu wissen scheint, was gut für sie wäre oder was sie wirklich will. Sie ist eben eine junge Frau, deren Erfahrungen sich überwiegend auf einen Königshof beschränken und man kann diesbezüglich mit ihr mitfühlen.
Auch die Familie Eastoffe wächst einem schon im ersten Teil ans Herz, sodass man sich darüber freut, das sie viel Raum in dieser Geschichte bekommen. Auch wenn das nicht unbedingt für alle von ihnen gilt. Wobei man manche Figuren für sich genommen mag, nur eben nicht in Kombination mit gewissen anderen Charakteren.


Fazit

Es ist ein guter Abschluss, der es leider nicht schafft, das Potential dieser Geschichte oder seiner Protagonistin auszuschöpfen, wodurch der gute Start in Band eins, dessen Entwicklung auch nicht unbedingt förderlich war, zunichte gemacht wurde. Nicht nur das zügige Tempo begünstigt diese negative Entwicklung.
 
 
 
 
Autorin: Kiera Cass
Seiten: 336
Verlag: FISCHER Sauerländer

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Sinister Crown - Brave Mädchen tun das nicht (Rezension)

 Inhalt Nachdem Maeve ohne Gedächtnis und mit Blessuren am Körper in einem Feld aufgewacht ist, versucht sie sich ein Leben an der renommierten Campbell University aufzubauen. Sie möchte nichts lieber, als in der Menge unterzugehen und keine Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Dummerweise geht das bereits am ersten Tag schief, als sie in eine Situation mit dem spanischen Kronprinzen, seinen Bodyguards und einer scheinbar hilflosen Frau platzt, die sie definitiv nicht sehen sollte. Um ihre Verschwiegenheit zu sichern, soll Maeve die Fake-Freundin des Prinzen spielen, der sie nicht leiden kann und mit seinem Lebensstil nicht aufhören wird. Und während sie gegen sein Lebensstil und ihre aufkeimenden Gelüste ankämpft, merkt sie schon bald, dass weitere Gefahren lauern, die ihren Ursprung in ihrer Vergangenheit zu haben scheinen... Kritik Zwar gibt einem der Prolog einen groben Eindruck von Maeves Vergangenheit, aber letztendlich tappt man mit ihr gemeinsam im Dunkeln. Es ist frustrieren...

Party zur 3. Runde der Drachenmondlesechallenge

Hallo, ihr Lieben. Wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt, gibt es dieses Jahr eine Lesechallenge zum Drachenmondverlag. Und da ab September die 3. Runde beginnt, zu der man sich noch bis einschließlich morgen anmelden kann (http://buchsammlerin.blogspot.de/p/anmeldung-zur-drachenmond-lesechallenge.html). Anlässlich der neuen Runde gibt es eine Party, zu der es Aktionen, Beiträge und auch Gewinnspiele gibt. Und hier kommt mein Beitrag. Nach langem Überlegen habe ich mich für etwas entschieden, das ich bisher noch nicht gemacht, aber schon häufiger gesehen habe. Ich werde eine Runde Rip it or Ship it spielen! Für alle, die es nicht kennen, hier eine kurze Erklärung. Man schreibt die Namen der Charaktere, die mitspielen sollen, auf Zettel und mischt sie. Anschließend zieht man immer zwei und entscheidet dann, ob man sie als Paar shippen würde oder eben nicht. Also, lasst uns starten! Runde 1: Hauptmann Kane aus "Die vierte Braut" und Paul aus "Better Life...

#dmlcsonntag 17.09.2017

Auch heute nehme ich wieder teil und diesmal lautet die Frage: Welche Drachen liegen bei euch zuhause noch rum und sind ungelesen? Wie ihr vielleicht bemerkt habt, war es über die Sommermonate etwas ruhiger hier bei mir und das liegt daran, dass ich deutlich weniger zum Lesen gekommen bin. Daher habe ich keines der Bücher beendet, die ich im Juli auf dem Sommerfest des Drachenmondverlags gekauft habe. Derzeit lese ich an "Räuberherz". Daher liegen die anderen vier noch ungelesen auf meinem SuB. Und das da wären: Und diese beiden liegen hier schon länger und konnten mich bisher nicht davon überzeugen, sie zu lesen: Welche Drachen liegen bei euch ungelesen herum? Oder habt ihr bereits alle eure Drachen brav gelesen? Lasst mich doch wissen, welche Drachen sich noch zu kaufen lohnen.