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Cryptos (Hörbuchrezension)

 Inhalt

Die Welt ist im Ausnahmezustand und kaum mehr bewohnbar. Die meisten Menschen leben aber auch kaum mehr in der Realität, sondern verbringen ihre Zeit lieber in der Virtual Reality.
Jana ist Weltendesignerin und sorgt dafür, das die Menschen passende Welten zur Verfügung haben. Als in ihrer friedlichen Welt plötzlich seltsame Todesfälle auftreten, ist sie gezwungen zu handeln.
Wer oder was sabotiert ihre Arbeit? Und wie real sind die Welten wirklich?

Kritik

Die Einführung ist genial gewählt, da man zuerst eine der Welten, nämlich Kerrybrook, kennenlernt und dadurch mit dem System vertraut gemacht wird. Da Jana die Designerin von Kerrybrook ist, erfährt man auch gleich, worin ihr Job genau besteht und wie man sich die Welten vorstellen muss. Und nicht nur, wie sie die Bewohner erleben. Umso schneller taucht man in Janas Realität ein und kann sich bildlich vorstellen, wie die Welt aussieht.
Gleichzeitig sind die Welten so faszinierend, das man sie am liebsten mit eigenen Augen sehen und erleben würde. Zumindest ein paar davon. Umso erschreckender und realer ist es dann, wenn Jana durch die Welten vor Feinden flieht, von denen sie nicht mal weiß, wer sie sind und was sie von ihr wollen. Man erlebt nicht nur schöne und friedliche Welten, sondern bekommt einen guten Überblick über all die Möglichkeiten und das gesamte System. Denn nichts scheint zufällig. Und da diese Welten real erscheinen, selbst wenn es sich um eine Dinosaurierwelt handelt, wirkt alles echt und nicht übertrieben. Das macht es nur umso fesselnder.
Zu Beginn wirkt alles noch ein wenig ereignislos, aber schon in der ersten Buchhälfte passiert so viel, das es beinahe ein eigenes Buch hätte sein können. Vieles ist für den Leser sehr überraschend und so fiebert man mit Jana mit, wobei man mehr als nur einmal seine Meinungen und Hoffnungen ändert.
Die Figuren sind allesamt sehr vielschichtig, was sie real erscheinen lässt und auch wenn die Lage mal aussichtslos erscheint, kommt irgendeine überraschende Wende, sodass man sich dem Sog der Geschichte nicht entziehen kann. 
Der Autorin und der Sprecherin gelingen es, die Geschichte so bildlich herüberzubringen, das man die Augen schließen und alles vor sich sehen kann. Auch dadurch verliert man sich in dieser Welt und würde am liebsten bis zum Ende nicht mehr wieder auftauchen. Wobei sich die Geschichte dramatisch ändert und man fast schon das Gefühl bekommt, das es ab einem gewissen Zeitpunkt eine andere Geschichte ist.
Einzelne Handlungsfäden wirken ein wenig zu holprig. Da diese aber auch nur wenig Raum einnehmen, ist es nicht weiter störend. Sie tragen eher zur Vollständigkeit der Geschichte bei und wenn sie einem nicht gefallen, kann man sie genauso gut ignorieren, da sie nicht allzu relevant sind.

Fazit

Ein weiteres Meisterwerk von Ursula Poznanski, das an seiner Aktualität kaum übertroffen werden kann.





Autorin: Ursula Poznanski
Sprecherin: Laura Maire
Länge: 12 Stunden, 53 Minuten
Verlag: der Hörverlag

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