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Im Schatten deines Herzens von Kerstin Arbogast (Rezension)




Wenn dein dunkelstes Geheimnis dich zerfrisst und Habgier von deinem Herzen Besitz ergreift . . .

Inhalt

Jarosch ist ein Zirkusjunge, auch wenn der Blue Moon nur noch eine Pferdeshow ist. Sein Bruder Adam ist der gefeierte Star, auch wenn sie nicht mehr so erfolgreicher wie frühre sind. Da kommt Jarosch eine Idee. Als kleines Kind begegnete er in Rumäniem einem ganz besonderem Wildpferd und dieses will er einfangen. Gemeinsam mit Adam und ihrem jüngsten Bruder Matti macht er sich auf den Weg.
Nach seiner Rückkehr zurück nach Deutschland muss Jarosch feststellen, dass seine Entscheidung falsch war und er wird von Albträumen heimgesucht. Währenddessen beginnt Johanna, die Neue in der Stadt, langsam hinter sein Geheimnis zu kommen. Freunde warnen sie vor Jarosch, der es mit Mädchen nicht so ernst nimmt und eine düstere Vergangenheit hat, aber Johanna interessiert sich für die Stute. Als sie dann hinter ihr Geheimnis kommt, hilft sie Jarosch, die ´wahre Identität der Stute zu verheimlichen.
Doch den Willen des Wildpferdes, dass kein normales Pferd ist, kann man nicht durch Einfangen brechen und sie macht ihnen das Leben schwer. Auch die Möglichkeit, dass jemand anderes hinter das Geheimnis der Stute kommt, bedroht Jarosch und Johanna. Können sie die Katastrophe verhindern?


Kritik

Als erstes fällt auf, dass der Roman nicht in Kapitel unterteilt ist und aus drei Erzählperspektiven geschrieben ist. Dabei erzählt das Wildpferd immer nur kurz. In Jaroschs Fall gibt es ständig Erinnerungen davon, wie er die Stute eingefangen hat, wobei sich diese immer wieder wiederholen, da er mal davon erzählt und mal sich nur erinnert. Dadurch wird der Erzählfluss gestört und man kommt aus der Geschichte raus. Auch die düstere Stimmung schafft es nicht, den Leser zu fesseln, sondern erschwert das Lesen und man schleppt sich quasi durch einige Stellen.
Gegen Ende des Buches wird Spannung aufgebaut, aber man hat schon eine Ahnung, wer die Pferde auf der Koppel verletzt, wodurch es dann doch keine große Überraschung ist. Das Ende hingegen ist sehr schön und gleichzeitig traurig und ist mit die beste Stelle des Romans. Auch hier hat man bereits eine Ahnung, was geschehen wird, aber da es eine so schöne Wendung ist, verübelt man es der Autorin nicht.
Die Sagengestalt, um die es auch hier geht, ist schön umgesetzt und anders, als alles, was man sonst über diese Wesen kennt, auch wenn hier nicht erwähnt wird, um welche Wesen es sich genau handelt, um das Rätselraten vom Anfang des Romans nicht zu verderben. Es wird auf andere Sagen um diese Wesen zurückgegriffen und als Legenden der rumänischen Großeltern Jaroschs betitelt.
Das Interessanteste am Roman ist die gefährliche Seite, die mit der Habgier Jaroschs kommt. Diese Dunkelheit, die wie Schatten kommen und sich über alle Beteiligten legen, wecken die Neugier der Leser. Während hier das Fabelwesen nicht so im Vordergrund liegt, ist es hier die Folgen der Habgier und welche dunklen Folgen es hat. So werden alle Beteiligten von Albträumen verfolgt und in der Nacht kann man Jaroschs Schuld auf seiner Haut und auf dem Fell der Stute sehen. Beide hassen und fürchten einander und diese Beziehung ist realistischer als fast alles, was man normalerweise in Büchern über Pferde liest. Auch wird gezeigt, wie sehr solche Schuld jemand Unschuldigen verändern kann, denn das ist Johanna hier. Auch die Veränderung der Beziehungen der drei zueinander macht einen neugierig und bindet den Leser an die Geschichte. Der Schreibstil der Autorin und die oben genannten Wiederholungen der Erinnerungen sorgen dafür, dass man das Buch nicht verschlingen und auch nicht so richtig genießen kann, auch wenn man es gerne tun würde.
Das wunderschöne Cover, was einen direkt verzaubert, muss hier einfach erwähnt werden. Zum einen erfährt man auch schon zum Teil, worum es geht und zum anderen ist es einfach schön anzusehen. Bei diesem Cover hat man direkt Lust, den Roman zu lesen, dem weniger Seiten gutgetan hätten.

Cover

Das Cover ist sehr schön gestaltet und hebt die Schönheit der Geschichte hervor. Dass es um etwas magisches geht, wird hier schon klar und auch die besondere Bindung zwischen Mensch und Pferd. Das Cover ist eines meiner persönlichen Lieblinge beim Drachenmond Verlag.

Fazit

Letzten Endes ist es eine Hassliebe zwischen Leser und Roman, wobei es nicht am Inhalt liegt.

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