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Warrior Cats - Donner und Schatten (Rezension)

Inhalt

Nachdem Erlenpfote und Nadelpfote Zweigjunges und Veilchenjunges in den Schatten gefunden haben, wurden sie zwischen dem DonnerClan und dem SchattenClan aufgeteilt. Das macht das Leben der beiden Jungen nicht einfacher und einige Clan-Katzen akzeptieren sie nicht.
Doch eine dunkle Bedrohung sucht den Wald heim. Eine Bedrohung, die Erlenpfote und Nadelpfote nur allzu bekannt ist. Und sie sorgt dafür, dass es für einige Katzen ums blanke Überleben geht.
Die epische Geschichte der Clans geht weiter . . .

Kritik

Zu Beginn setzt die Geschichte sehr bald nach Ende des letzten Buchs an. Man kommt gut hinein und kennt die Katzen recht gut. Ein Problem ist nur, dass es mit drei Katzen wieder sehr viele Perspektiven gibt und man manchmal aus spannenden Situationen in langweiligere gerissen wird. Außerdem erfährt der Leser viele wichtige Dinge, bevor alle Protagonisten sie kennen und daher wird man auch mal ungeduldig, da sich nicht jede Katze immer allzu klug verhält. Was aber manchmal auch daran liegt, dass sie nicht so viel wissen wie der Leser.
Gewöhnungsbedürftig ist auch der recht fremde DonnerClan. In den ersten vier Staffeln gibt es keine größeren Zeitsprünge und daher kennt man jede Katze und kann sie sofort zuordnen. Durch den Sprung zwischen Staffel vier und sechs kommt es aber dazu, dass man einige Krieger nicht kennt und das Register ungewöhnlich oft benutzen muss. Dadurch fiebert man aber auch weniger mit, da die Katzen, die einem am meisten am Herzen liegen, zum Teil tot oder im Ältestenbau sind.
Veilchenjunge entwickelt sich recht schnell zu einer Nervensäge, da sie immer wieder dieselben Fehler macht und in manchen Moment abgebrüht und in anderen total naiv wirkt. Es weckt den Anschein, das die Autorinnen zu viel in diese Rolle einbringen wollten und das nicht wirklich gelungen ist. Zweigjunge hingegen wird immer mehr eine loyale Clan-Katze, auch wenn sie manchmal zu oft Zweifel hegt.
Der mittlere Teil des Buchs zieht sich leider in die Länge, gerade weil Fehler wiederholt werden und man die häufigen Perspektivwechsel hat. Das behindert das Erzähltempo und auch den Lesefluss. Zudem hat man diesmal auch die Schwierigkeit, dass zwischen zwei Clans gesprungen wird und man immer wieder aus dem Geschehen des einen Clans herausgerissen wird. Leider können auch keine Vorurteile gegen Clans abgebaut werden, da sie eher verstärkt werden.
Gegen Ende wird es dann aber gewohnt spannend und man will es an einem Stück durchlesen. Leider haben wir hier ein sehr offenes Ende und man will sofort wissen, wie es weitergeht. Doch leider muss man sich bis dahin noch ein wenig gedulden.

Fazit

Ein gewohnt gutes Warrior Cats Buch, auch wenn es in der Mitte ein wenig schwächelt. Doch sobald man fortschreitet und die Katzen besser kennenlernt, will man den Roman nicht mehr aus den Händen legen. Also auf in den Wald, ihr Krieger!



Autorinnen: Erin Hunter
Seiten: 417
Verlag: Beltz & Gelberg

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