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Obsessed - Bis du mein bist (Rezension)

 Inhalt 

Als Keaton Rush Olivia das erste Mal gesehen hat, wusste er, das er sie unbedingt besitzen musste. Nur passt ein Mann so gar nicht in Olivias Leben. Sie hat genug damit zu tun, ihren Sohn zu erziehen und ausreichend Geld für ihren Lebensunterhalt zu verdienen.
Gelingt es Keaton, sie von euch zu überzeugen? Wird er auch diesmal der Sieger in seinem perfiden Spiel sein?

Kritik 

Gleich zu Beginn läuft es einem eiskalt den Rücken herunter. Nicht nur, das Keaton besessen von Olivia zu sein scheint. Er zeigt auch alle Anzeichen eines Stalkers und als Leser würde man Olivia und ihren Sohn Riley am liebsten vor Keaton beschützen.
Gerade weil Keaton anfangs so krank und gestört zu sein scheint, kann man sich nur sehr schlecht auf die Geschichte einlassen. 
Hinzu kommt, das man mehrfach das Gefühl hat, das hier einiges nicht zusammenpasst. Es sind diese können Dinge, die einem beim Lesen stören und alles ziemlich unrealistisch erscheinen lassen.
Leider ist die Geschichte zu allem Überfluss auch sehr vorhersehbar, sodass die wenigen Spannungshöhepunkte ihren Zweck verfehlen. Zumal sie fast schon willkürlich platziert zu sein scheinen und das obligatorische Drama darzustellen scheinen.
Erst in der zweite Hälfte wird das Buch besser und man kann sich auf die Geschichte einlassen. Nur hat man die Ereignisse aus der ersten Hälfte noch präsent, weshalb Keaton stets der gestörte Stalker bleibt. Eine Dark Romance Geschichte lebt von seinem Hauptpaar und das ist auch der Grund, warum man dieses Buch nicht genießen kann. Anfangs wird so eine Antipathie gegenüber Keaton aufgebaut, die die Autorin bis zum Ende nicht beseitigen kann.
Olivia ist da nicht viel besser. Obwohl sie mit ihrem Ex so viel durchmachen musste, lässt sie Keaton einfach so in ihr und Rileys Leben. Sie hinterfragt seine Handlungen nicht, nimmt seine Erklärungen einfach so hin, auch wenn sie noch so unrealistisch sind. Sie lässt all ihre Vorsicht beiseite, obwohl er sich einfach in ihre Leben drängt und reagiert nicht Mal sauer, als er ihr deutlich zu verstehen gibt, das er sie überwacht.
Dark Romance darf vieles, aber für mich müssen die Protagonisten noch greifbar sein. Sie müssen etwas an sich haben, das man sie eben nicht aufgibt. Das ist hier definitiv nicht der Fall, gerade weil Keaton zu Beginn so ein Psycho es und es auch noch gut findet.
Die Kapitel aus seiner Sicht, in denen er Olivia stets mit Du anspricht, auch wenn sie nicht Mal in der Nähe ist oder er nur nachdenkt, sind ziemlich gewöhnungsbedürftig und sorgen nur noch mehr dafür, das er wie ein kranker Psycho herüberkommt.
Zum Ende hin wird wieder ein großes Theater um eine dunkles Geheimnis gemacht, das gerade mit Blick auf Olivias ehemaligem Job deutlich weniger skandalös erscheint. Man verdreht nur noch die Augen bei der Logik der beiden Protagonisten.

Fazit 

Der Klappentext hat eine heiße Geschichte versprochen, die aber durch den psychopathischen Stalker, der Keaton in der ersten Buchhälfte definitiv ist, zerstört wurde.



Autorin: Don Both, Maria O'Hara
Seiten: 385
Verlag: A. P. P. Verlag

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