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Grisha - Eisige Wellen (Reheard/Hörbuchrezension)

 Inhalt 

Alina und Mal sind dem Dunklen nur knapp entkommen und suchen ihr Glück in der Flucht in die Fremde. Nur haben sie die Entschlossenheit und den Ehrgeiz des Dunklen unterschätzt, der zu ihrem Leidwesen nicht in der Schattenflur seinen Leben ließ.
Schon bald muss Alina feststellen, das nicht alles so ist, wie es scheint und jeder seine eigenen Ziele und Interessen zu verfolgen scheint. Wem kann sie noch trauen? Und wird sie mächtig genug sein, um sich dem Dunklen entgegen zu stellen und zu siegen?

Kritik 

Gerade durch den Prolog findet man schnell in die Geschichte und er füllt gut die Zeit zwischen den beiden Bänden aus. Zu Beginn bleibt es offen, ob der Dunkle überlebt hat oder nicht und man fiebert darauf hin, endlich Gewissheit zu haben. Denn obwohl er der Böse ist, ist er einer der faszinierendsten und interessantesten Figuren der Reihe. Szenen zwischen Alina und dem Dunklen knistern vor lauter Spannungen und man kann der Geschichte in diesen Moment nicht mehr entkommen.
Im Verlauf der Geschichte wird man immer wieder aufs Neue überrascht, wodurch die Spannung aufrechterhalten wird und man immer vorsichtiger wird, wenn es darum geht Figuren oder ihren Aussagen zu vertrauen. Dadurch schließt man neue Figuren aber auch nur sehr zögerlich ins Herz. Vor allem Nikolai gelingt es, das Leserherz zu erwärmen und Szenen mit ihm sind das genaue Gegenteil von denen mit dem Dunklen. Er ist charmant und lustig und macht einen kecken Eindruck. Mit ihm ist es der Autorin gelungen, einen Gegenpart zum Dunklen zu entwickeln. Eine Rolle, die Mal leider nie erfüllen konnte. Zumal seine Fähigkeiten ein wenig beängstigend und übertrieben wirken. Und das, obwohl es Grisha gibt, die dein Herz zum Stillstand bringen können.
Mal macht trotzdem noch eine negative Entwicklung durch und man hat fast Mitleid mit Alina, weil sie trotz allem so sehr an ihm hängt. Umso faszinierender sind ihre Kräfte und wie sie deren volle Ausmaße erforscht. Man kann es sich bildlich vorstellen, was am guten Schreibstil der Autorin, aber auch an der fantastischen Sprecherin liegt.
Gerade das letzte Fünftel des Hörbuchs lässt einen nicht mehr los. Bis zu einem gewissen Punkt kann man es vorhersehen, aber die genaue Umsetzung überrascht dann doch und lässt einen sprachlos zurück. Man fiebert mit den geliebten Figuren mit und muss voller Schrecken den Ausmaß der Macht es Dunklen erleben. Und gleichzeitig ist man sich nicht sicher, auf wessen Seite man steht, denn trotz aller schlimmen Taten wirkt es, als würde man noch immer nicht verstehen, warum er tut, was er tut.
Gerade diese fantastische Konstruktion von Gut und Böse, von schwarz und weiß in all ihren Schattierungen dazwischen, macht diese Reihe so lebendig und spannend, das man sie nicht mehr aus den Händen legen mag.

Fazit 

Leigh Bardugo gelingt es, dem Leser wieder einmal den Atem zu rauben und ihn zu verzaubern, ihm die Figuren nahe zu bringen und mit ihnen mitzufühlen.






Autorin: Leigh Bardugo
Sprecherin: Cathlen Gawlich
Länge: ca. 387 Minuten (gekürzte Lesung)
Verlag: Silberfisch

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