Direkt zum Hauptbereich

Das Licht von Aurora (Rezension)

 Inhalt

Skeptisch hätte Sasha reagieren sollen, als ihr heimlicher Schwarm und einer der beliebtesten Jungen der Schule sie zum Abschlussball eingeladen hat. Dummerweise hat sie es nicht getan und wurde von seinem Analog in ein fremdes Universum entführt, weil sie aussieht, wie deren verschwundene Prinzessin.
Schnell muss Sasha entscheiden, wem sie vertrauen kann und wem nicht, um ihr Ziel, nach Hause zurückzukehren, nicht zu gefährden. Dumm nur, das ihr einziger Vertrauter der Mann ist, der sie belogen und betrogen und nach Aurora entführt hat und den sie deswegen hassen sollte. Jetzt muss sie das nur noch ihrem Herzen klar machen und hoffen, das sie das alles heil übersteht.

Kritik

Die Grundidee ist faszinierend und insgeheim freut man sich schon darauf, mit Sasha nach Aurora zu reisen. Gerade zu Beginn ist sie sehr widerspenstig und aufmüpfig und man würde ihr am liebsten zujubeln, weil sie sich nicht unterkriegen lässt. Das sind mit die besten Szenen im ganzen Buch.
Leider hält dieser Zustand nicht allzu lange an, was zwar verständlich ist, aber leider auch das Tempo aus der Geschichte nimmt, die größtenteils innerhalb einer knappen Woche spielt.
Dadurch ziehen sich auch die Kapitel in die Länge, in denen stellenweise fast nichts relevantes geschieht.
Die Autorin versucht dem Leser ihre Welt zu erklären, was zu langatmigen und physiklastigen Szenen führt. Dummerweise erwähnen die Figuren ständig, das das meiste Theorien sind und sie vieles selbst noch nicht wirklich wissen, wodurch diese Stellen noch trockener und unwichtiger erscheinen. Außerdem ist es wenig zielführend, da sich dadurch nichts für Sasha ändert und man diese Informationen geballt auf ein paar Seiten bekommt, statt das sie nach und nach in die Geschichte einfließen. Dadurch macht man gedanklich irgendwann dicht und bekommt nur noch wenig von den wissenschaftlichen Erklärungsversuchen mit.
Ein weiterer Minuspunkt ist die Tatsache, das die Geschichte recht vorhersehbar ist und man nur selten wirklich überrascht wird. Darunter leidet vor allem die Spannung, weswegen einem die Lust an dieser Geschichte vergeht. Zumal gerade Sasha manchmal viel zu naiv ist, was nicht wirklich zu ihrem Charakter zu passen scheint.
Obwohl man meinen sollte, man würde diese Woche intensiv erleben, hat man das Gefühl, es wird eher an der Oberfläche vom Leben in Aurora gekratzt. Dadurch baut man kaum eine Bindung zu den Figuren oder dem Schicksal von Aurora auf, was dazu führt, das man nicht mit ihnen mitfiebert. Oder das es einen sonderlich interessiert, was mit ihnen oder ihrer Welt passiert. Das wiederum ist eine schlechte Voraussetzung für den zweiten Teil, der die Dilogie abschließt.
Auch der Schreibstil schafft es nicht, den Leser zu begeistern. Eher ist es ein schwerfälliger Schreibstil, durch den es einem immer schwerer fällt, erneut zum Buch zu greifen. Daran trägt auch die recht unsinnige Länge schuld, da es zu viele Stellen gibt, die sich wie reine Platzhalter anfühlen. Der Spannung hätte es insgesamt gut getan, wenn man nichts über Julianas Verbleib oder ihre Handlungen wüsste. Durch dieses Wissen ist aber vieles zu offensichtlich. Da man Juliana kaum kennt, entsteht aber auch keine Bindung, durch die man mit ihr fühlen würde, wodurch es eigentlich überflüssig ist, das man Szenen durchs Paraband sehen kann.
Der General ist so von Klischees behaftet, das es einem schwer gefallen ist, ihm seine anfängliche Rolle abzunehmen. Die letzten Szenen zwischen ihm und Sasha sind teilweise kaum verständlich und gleichzeitig so belanglos, das man sich wirklich fragt, wieso diese, so offensichtliche Rolle, nicht wenigstens anständig aufgebaut wurde.

Fazit

Leider ist es nur die solide Umsetzung einer echt guten Idee, die nicht mal mit herausragenden Charakteren oder überraschenden Wendungen aufwarten kann. Die physiklastigen Szenen tun ihr übriges.




Autorin: Anna Jarzab
Seiten: 448
Verlag: Loewe

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Sinister Crown - Brave Mädchen tun das nicht (Rezension)

 Inhalt Nachdem Maeve ohne Gedächtnis und mit Blessuren am Körper in einem Feld aufgewacht ist, versucht sie sich ein Leben an der renommierten Campbell University aufzubauen. Sie möchte nichts lieber, als in der Menge unterzugehen und keine Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Dummerweise geht das bereits am ersten Tag schief, als sie in eine Situation mit dem spanischen Kronprinzen, seinen Bodyguards und einer scheinbar hilflosen Frau platzt, die sie definitiv nicht sehen sollte. Um ihre Verschwiegenheit zu sichern, soll Maeve die Fake-Freundin des Prinzen spielen, der sie nicht leiden kann und mit seinem Lebensstil nicht aufhören wird. Und während sie gegen sein Lebensstil und ihre aufkeimenden Gelüste ankämpft, merkt sie schon bald, dass weitere Gefahren lauern, die ihren Ursprung in ihrer Vergangenheit zu haben scheinen... Kritik Zwar gibt einem der Prolog einen groben Eindruck von Maeves Vergangenheit, aber letztendlich tappt man mit ihr gemeinsam im Dunkeln. Es ist frustrieren...

Party zur 3. Runde der Drachenmondlesechallenge

Hallo, ihr Lieben. Wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt, gibt es dieses Jahr eine Lesechallenge zum Drachenmondverlag. Und da ab September die 3. Runde beginnt, zu der man sich noch bis einschließlich morgen anmelden kann (http://buchsammlerin.blogspot.de/p/anmeldung-zur-drachenmond-lesechallenge.html). Anlässlich der neuen Runde gibt es eine Party, zu der es Aktionen, Beiträge und auch Gewinnspiele gibt. Und hier kommt mein Beitrag. Nach langem Überlegen habe ich mich für etwas entschieden, das ich bisher noch nicht gemacht, aber schon häufiger gesehen habe. Ich werde eine Runde Rip it or Ship it spielen! Für alle, die es nicht kennen, hier eine kurze Erklärung. Man schreibt die Namen der Charaktere, die mitspielen sollen, auf Zettel und mischt sie. Anschließend zieht man immer zwei und entscheidet dann, ob man sie als Paar shippen würde oder eben nicht. Also, lasst uns starten! Runde 1: Hauptmann Kane aus "Die vierte Braut" und Paul aus "Better Life...

#dmlcsonntag 10.9.2017

Nachdem ich letzte Woche es einfach verschwitzt habe, nehme ich heute an diesem kleinen Extra der Lesechallenge teil. Die Frage lautet: Was ist euer Lieblingsdrache und warum? Es ist sehr schwierig, einen Liebling zu benennen. Bei mir sind es sage und schreibe vier Bücher, die ich gleichermaßen liebe, weil sie mich alle auf wunderbare Reisen mitgenommen haben. Kommen wir zum ersten Werk: Es ist einer der ersten Drachen, die ich gelesen habe und die Geschichte um Lillith begeistert mich noch heute. Gerade weil sie nicht so einfach einzuordnen ist und die Welt so viel Überraschungen birgt. Die gesamte Reihe habe ich verschlungen und ich freue mich schon jetzt auf die nächsten Bücher von Julia Adrian. Eines meiner absoluten Favoriten ist "Die vierte Braut". Ich habe es gelesen, als ich gerade "Selection" las und etwas in der Art gesucht habe. Bis zu diesem Buch habe ich keine wirklich guten, ähnlichen Bücher gefunden und dann viel mir dieser Drache i...