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Very Bad Elite (Rezension)

 Inhalt

Obwohl ihr so viel schreckliches an der Uni widerfahren ist, ist Amabelle wild entschlossen, dorthin zurückzukehren. Nicht einmal die Kings werden ihr ihre Zukunft zerstören.
Nur muss sie bald feststellen, das sich nicht nur das Spiel verändert hat. Alles ist anders und schon bald zweifelt Amabelle sogar an sich selbst. Wem kann sie noch vertrauen und wer sagt die Wahrheit?
Wer ist diesmal Freund und wer Feind?

Kritik

Nach dem Ende von Band 1 konnte man es gar nicht mehr erwarten, endlich den Folgeband in Händen zu halten. Nicht nur das Ende hat dafür gesorgt, das man sofort weiterlesen will. Viel mehr sind es die so vielschichtigen Figuren, die einen an die Geschichte fesseln.
Auf den ersten Blick sind die Kings echte Fieslinge, jedoch beginnt man schon sehr bald zu erahnen, das mehr dahintersteckt. Hier und da bekommt man eine kleine Info, die noch nicht reicht, um alles zu durchschauen oder um die Kings wirklich einschätzen zu können. Aber es genügt, um mehr in ihnen zu sehen und mehr von ihnen zu wollen.
Wobei die ein oder andere Offenbarung nicht allzu überraschend kommt. Vor allem eine größere Wendung zum Ende von Band 2 ist etwas vorhersehbar und Amabelles Reaktion ist ein wenig zu unterkühlt. Gewiss wird es nochmal thematisiert und darauf freue ich mich schon jetzt.
Amabelle ist aber definitiv der Star der Geschichte. Immer wieder gelingt es ihr, die Kings und auch den Leser zu überraschen. Zwar erfüllt sie das ein oder andere Klischee, aber in dem Moment, in dem man sie in eine Schublade packen möchte, macht sie etwas total untypisches. Auch ihre Andersartigkeit im Vergleich mit den elitären Studentinnen ist grandios und sorgt für einige amüsante Szenen.
Wobei man nicht vergessen darf, das ihr sehr übel mitgespielt wird. Ihre eigenen Schwächen sind ihr bewusst und vieles an ihr ist so realistisch, das sie einfach echt wirkt. Umso mehr bricht es einem fast das Herz, wenn sie wieder einmal eine Attacke überstehen muss. Und auch als Leser beginnt man mit ihr zu rätseln, wer was aus welchen Gründen tut.
Im zweiten Semester werden wir gemeinsam mit Amabelle tiefer in die elitäre Welt von Kingston gesogen und es gibt definitiv kein entkommen mehr. Was nicht zuletzt an den Kings liegt, von denen mittlerweile vier einen festen Platz im Leserherz haben. Wobei Jaxon eindeutig heraussticht ;)
Das Ende ist eine reine Achterbahnfahrt der Gefühle und mehr als einmal würde man die selbstgefälligen Kings und alle anderen an Kingston schütteln, damit sie endlich klar denken können. Arme Amabelle. Umso dringender braucht man Band 3, denn Amabelles Zukunft ist weiterhin fraglich, da ein neuer Spieler auf dem Spielfeld aufgetaucht ist. Oder war er gar schon immer da?
Zumindest lässt sich festhalten, das man nur so durch die Seiten fliegt und viel zu schnell zum Ende kommt.
Quasi als kleinen Bonus gibt es am Ende noch Interviews und Gespräche zwischen den Figuren und der Autorin. Es bringt einige lustige und erhellende Momente. Wobei so manch ein Zitat auch schon im Buch vorgekommen ist. Man sollte ein wenig vorsichtig sein, da in zwei Gesprächen auch Figuren aus anderen Werken der Autorin vorkommen. Wenn man diese nicht vollständig gelesen hat, könnte man sich spoilern. Zumindest werden Dinge angedeutet, die einem eventuell den Spaß an den anderen Reihen nehmen könnte. Aber die Idee, so etwas hinzuzufügen ist genial, auch wenn es erst etwas gewöhnungsbedürftig war. Und da die ersten Gespräche rund um das Schreiben und Veröffentlichen von Band 1 gehen, ist es erst gefühlt auch ein wenig weit weg.
Optisch ist das Buch ein echter Traum. Nicht nur das Cover haut einen um, sondern auch die kurzen Gedanken von Jaxon, die optisch eine Augenweide darstellen. Einerseits lernt man ihn dadurch besser kennen und andererseits gibt das alles dem Buch einen edlen Touch. Ein Schmuckstück fürs Bücherregal.

Fazit

Grandiose Fortsetzung mit echt fiesem Cliffhanger. Die Kings und ihre Dame machen einfach nur süchtig.


Autorin: J. S. Wonda
Seiten: 352
Verlag:_Federherz Verlag

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