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Shelter (Werbung/Rezension)

 Inhalt

Aus einer Partylaune heraus beschließen Benny und seine Freunde, eine Verschwörungstheorie in die Welt zu setzen, um den Leuten zu zeigen, wie leichtgläubig sie sind.
Erste Zweifel kommen der Clique, als die Verschwörungstheorie ein Eigenleben entwickelt und ein Fremder die Federführung übernimmt. Schon bald wird aus einer lustigen Idee im Netz eine reelle Gefahr und die Freunde müssen sich Fragen, wie sie den Irrsinn noch beenden können.
Doch geht das überhaupt noch?


Kritik

Zu Beginn braucht es ein wenig Zeit, bis man mit den Figuren warm wird. Das liegt vor allem auch daran, das wichtige Informationen angedeutet aber nicht erklärt werden. Dadurch kann man die Figuren nicht greifen und es fällt schwer, sie ins Herz zu schließen. Zum Einen liegt es daran, das unsere Hauptfigur Benny, vieles davon selbst nicht kennt. Da wir aber auch nicht allzu viel über seine eigene Vergangenheit erfahren, soll damit wohl auch der Überraschungseffekt gewahrt bleiben.
Obwohl schon der Klappentext andeutet, das die Verschwörungstheorie keine gute Idee ist, lässt man sich von der anfänglichen Begeisterung anstecken und kann nur allzu gut verstehen, wieso der Clique nicht früher Zweifel kamen.
 Der Autorin gelingt es immer wieder, den Leser zu überraschen und stetig Spannung aufzubauen. Unterschwellig ahnt man manchmal schon, was kommen mag, aber da man lange über die Hintergründe grübelt, bleibt es spannend und überraschend.
Vor allem aber auch die ganzen Hintergründe, die im Nachhinein total logisch sind, sorgen für dauerhafte Spannung und Rätselraten. Man versucht, ebenso wie Benny, zu erraten, wer ihre Idee übernommen hat und warum die Clique zu einer Art Feindbild wurde. Mit der Auflösung hätte man niemals gerechnet.
Man könnte daran zweifeln, wie realistisch die Verbreitung der Verschwörungstheorie wirklich ist, aber gerade die derzeitigen Entwicklung auf Schulhöfen in Verbindung mit einer Serie zeigt, wie gefährlich es werden und wie schnell ein Trend oder eine Verschwörungstheorie um sich greifen kann. Die Aktualität macht den Thriller noch nervenaufreibender und fesselnder.
Benny wächst einem sehr schnell ans Herz, obwohl man vorsichtig bleibt, da man einen Schlüsselmoment aus seiner Vergangenheit nicht kennt. Später fügt sich alles wie Teile eines großen Puzzles zusammen, was umso befriedigender ist. Alles passt nach und nach zusammen und man lernt Benny immer besser kennen.
Aber nicht nur er schleicht sich ins Leserherz. Auch Nando und Darya sind unglaublich tolle Figuren, auch wenn sie viel zu selten vorkommen, wodurch man sie erst sehr spät richtig kennen und lieben lernt.
Das krasse Gegenteil dazu ist Liv, die das Projekt für ihre Bachelorarbeit benutzen möchte. Das ist nicht verwerflich, aber nach und nach verändert sie sich ins Negative und man verliert immer mehr den Bezug zu ihr. Zumal sie über keinerlei Einsicht zu verfügen scheint. Aber das macht das Setting und die Clique nur realistischer, denn man kommt nicht immer mit allen gleich gut zurecht. Auch wenn dadurch die ein oder andere Szene schier nicht auszuhalten ist. Wobei es ein wenig dauert, bis man sich ein Urteil über sie bildet.
Wie auch in den vorigen Thrillern der Autorin gelingt es ihr auch diesmal, einen schlüssigen Bogen zu spannen, sodass am Ende keine offenen Fragen übrig bleiben und man zufrieden die Buchdeckel schließt.  

Fazit

Unglaublich fesselnder und packender Thriller mit hochaktueller Thematik, der den Leser nicht mehr loslässt. Bist du bereit für diesen Nervenkitzel?





Autorin: Ursula Poznanski
Seiten: 432
Verlag: Loewe

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