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Kingdom of the Wicked - der Fürst des Zorns (Rezension)

 Inhalt

Emilias Leben ändert sich schlagartig, als sie die Leiche ihrer Zwillingshexenschwester Vittoria ohne Herz vorfindet. Getrieben von Trauer und Rachegelüsten wagt sie sich an Dunkle Magie und beschwört einen Dämon, um mit seiner Hilfe den Mörder ihrer Schwester zu finden. Als dann aber einer der sieben Höllenfürsten vor ihr steht, gibt es kein Zurück mehr und Emilia befindet sich inmitten des Chaos, ohne ihren wahren Feind zu kennen. Kann sie den Mörder finden oder wird sie vorher alles verlieren?

Kritik

Zu Beginn dauert es ein wenig, bis man sich in Emilias Welt zurechtfindet. Dies liegt zum einen daran, dass es sich um eine mittelalterliche Version handelt, aber auch an ihrer Hexenseite, die dem Leser anfangs noch sehr fremd ist. Die ganzen Beschreibungen vom Kochen helfen da nicht wirklich weiter und verwirren zu Beginn eher.
Aber schon bald schließt man Emilia ins Herz. Sie ist die bessere Protagonistin, da man sich sehr schnell mit ihr identifizieren kann, während Vittoria risikofreudig ist. Dadurch wirken die Geheimnisse, die die beiden Schwestern voreinander haben, echt und nicht unnötig konstruiert. Sowieso gelingt es der Autorin realistische Figuren zu erschaffen und sie dem Leser sehr nahe zu bringen. Daher wird man immer wieder von Enthüllungen über einzelne Figuren überrascht und muss mehrfach seine eigene Menschenkenntnis hinterfragen - oder Emilias.
Eine der herausragendsten Figuren ist Wrath, der Fürst des Krieges und des Zorns. Er ist eine düstere Erscheinung und Emilia tut gut daran, ihm zu misstrauen. Ihre Wortgefechte sind wirklich amüsant und man könnte ihre Streitigkeiten ewig lesen. Dadurch entsteht eine ganz besondere Bindung zwischen ihnen, von der man gar nicht genug bekommen kann. Schon sehr schnell beginnt man sie zu shippen, auch wenn sie eigentlich Feinde sind. Umso erschreckender sind die Enthüllungen, die auch dem Leser das Herz brechen und sie werfen nur mehr Fragen auf, als man beantwortet bekommt.
Emilia und Wrath scheinen die genauen Gegensätze darzustellen und es dauert bis sowohl sie als auch der Leser die Schattierungen dazwischen wahrnehmen. Nicht nur ihre Wortgefechte zeichnen sie aus, sondern auch all jenes, was sie füreinander tun - ob nun freiwillig oder nicht.
Der Autorin gelingt es, den Spannungsbogen bis zuletzt aufrechtzuerhalten und den Leser dazuzubringen, sich Band 2 herbeizusehnen. Man kann es gar nicht erwarten, was Emilia noch so alles anstellt und welche weiteren Katastrophen ihr Leben durcheinander wirbeln. Vor allem aber sind es die offenen Fragen, die einen nicht mehr loslassen und die man unbedingt beantwortet haben will.

Fazit

Emilia und Wrath erobern die Herzen der Leser im Sturm mit ihrer unvergleichlichen Art, während die sich überschlagende Handlung einem den Atem raubt. Band 2 kann ich gar nicht mehr erwarten.







Autorin: Kerri Maniscalco
Seiten: 416
Verlag: Piper

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