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Daughter of Smoke and Bone (Hörbuchrezension)

 Inhalt

Karou führt kein normales Leben und sie ist auch kein normales Mädchen. Wenn sie wieder einmal für Tage verschwindet, dann erledigt sie Aufgaben für Brimstone, der so etwas wie ihr Ziehvater ist, was meistens bedeutet, ihm Zähne zu bringen. Menschliche Zähne.
Als einer ihrer Aufträge schief geht und sie einem Engel mit feurigem Blick gegenübersteht, ist nichts mehr, wie es war. Gefangen zwischen Hass, Liebe und einer unbekannten Vergangenheit muss Karou sich neu zurechtfinden. Doch wie viel kann man verlieren, ohne sich selbst zu verlieren?

Kritik

Gerade zu Beginn dauert es eine ganze Weile, bis man sich in der Geschichte zurechtfindet. Das liegt zum einen daran, dass man Karou im normalen Leben begleitet und mit einigen Charakteren konfrontiert wird, die man sich kaum merken kann. Außerdem passiert noch nicht allzu viel, weswegen man sich nicht gleich in der Geschichte verliert.
Die Spannung und das Erzähltempo nehmen erst durch die Begegnung zwischen Karou und Akiva, dem Engel, zu. Zwar weckt die Geschichte rund um Brimstones Aufträge das Interesse des Lesers, aber es ist nicht allzu fesselnd und man kann auch gerade die Figuren noch nicht wirklich greifen. Und obwohl diese Begegnung nicht allzu gut verläuft, ahnt man bereits, wie sich das Ganze entwickeln wird.
Obwohl diese Vorahnung die Spannung ein wenig sinken lässt, möchte man wissen, ob man richtigliegt. Gleichzeitig beginnt man, Karou und auch Akiva ins Herz zu schließen, wodurch man erst recht nicht genug von der Geschichte bekommt.
Außerdem gelingt es der Autorin auch mehrfach, den Leser zu überraschen. Erst nach und nach realisiert man, dass die Autorin sich sehr viele Gedanken gemacht hat und wie gut alles miteinander zusammenhängt. Es ist erstaunlich, wie nah Freude und Leid liegen können und wie knapp man manchmal an einer Katastrophe vorbei rast. Umso mehr fiebert man dann doch mit den beiden Protagonisten mit, auch wenn sie unterschiedlicher nicht sein könnten.
Karou ist einzigartig mit ihren blauen Haaren und den Tattoos. Ihre unbekannte Vergangenheit macht sie nur noch mysteriöser. Akiva hingegen ist ein Krieger, ein Soldat von vielen und man hat nicht das Gefühl, als wäre es etwas Positives, als Engel aufzuwachsen.
Vor allem sind es diese Hintergrundgeschichten, die einen faszinieren. Man möchte mehr über die Engel und Chimären erfahren und über deren jeweilige Geschichte. Es bleibt zu hoffen, dass es in den Folgebänden stärker thematisiert wird. Zumal es sehr viele offene Fragen gibt.
Immer wieder taucht die Geschichte in die Vergangenheit ein und man erfährt vieles über die Zeit bevor die eigentliche Story spielt. Es ist sehr aufschlussreich und faszinierend, da sie in einer anderen Welt spielt. Gleichzeitig ist es, zumindest beim Hörbuch, immer wieder verwirrend, da man nicht immer gleich merkt, in welcher Zeit sich die Erzählung gerade befindet. Es stört den Erzählfluss und ist irgendwann auch nervig.
Die Sprecherin hat eine sehr angenehme Stimme, sodass man ihr gerne zuhört. Außerdem gelingt es ihr, die Emotionen der Figuren zu transportieren, was einen noch tiefer in die Geschichte eintauchen lässt.
Das Ende ist sehr gelungen, da es überraschend kommt, einige Enthüllungen parat hält und einen gleichzeitig heiß auf Band 2 macht.

Fazit

Eine originelle Geschichte über Engel und Chimären. Tiefgründig, emotional und oftmals überraschend, auch wenn es teilweise vorhersehbar ist. Die Reihe wird definitiv fortgesetzt.



Autorin: Laini Taylor
Sprecherin: Julia Nachtmann
Länge: 13 Stunden und 23 Minuten
Verlag: Argon Verlag

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