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Das Geheimnis der Dunklen Fee (Hörbuchrezension)

 Inhalt

Maleficent ist die Dunkle Fee und der Bösewicht aus Dornröschens Geschichte. Doch wie wurde aus einer Fee ein so böses Geschöpf und welche Mächte hatten ihre Finger im Spiel?

Kritik

Je verworrener die Bücher der Reihe werden, desto schwerer fällt es einem, ihnen zu folgen. Das liegt zum einen daran, dass immer wieder Bezug auf die vorigen Bände genommen wird. Zum anderen liegt es an den verschiedenen Erzählzeiten und Erzählern. Das stört regelmäßig den Lese-/Hörfluss und man muss sehr aufmerksam sein, um nicht durcheinander zu kommen. Es fühlt sich sinnvoller an, wenn man die Geschichte in der richtigen Reihenfolge erzählen würde, auch wenn dann weniger Wendungen und Enthüllungen vorhanden wären. Dafür könnte man der gesamten Geschichte besser folgen.
Was der Autorin aber gelingt, ist, dass man Maleficent nicht bloß als Bösewicht erlebt, sondern auch als unschuldiges Kind, dem Unrecht widerfährt. Und es erhärtet sich das Gefühl, das die ein oder andere Figur viel schlimmer ist, als man uns in den Märchen glauben lassen hat.
Die wachsende Abneigung gegen besagte Figuren macht es nicht einfacher, bei der Reihe dran zu bleiben, da es gerade diese Figuren sind, die regelmäßig auftauchen. Leider sind diese aber nicht allzu interessant, sodass man von ihrer Anwesenheit eher genervt ist.
Obwohl es eine Verbindung zwischen all den Bänden gibt und diese als roter Faden die Ereignisse miteinander verknüpft, spielt es sich zeitweise sehr stark im Hintergrund ab, wodurch es sich fast wie eine eigenständige Geschichte anfühlt. Darüber vergisst man leicht die Zusammenhänge, was dazu führt, das man im Verlaufe der Geschichte mehrfach verwirrt wird. Auch weil man das Gefühl hat, das es wichtige Beziehungen zwischen einigen Figuren gibt, die kaum beleuchtet und eher am Rande erwähnt werden. Aber gerade diese Beziehungen ziehen sich durch alle Bände und machen die Bösewichte so viel interessanter, das es wirklich schade ist, dass diese so vernachlässigt werden.
Das Ende kommt dann doch sehr plötzlich und ist schon fast emotionslos, was wirklich schade ist, da gerade die Sympathien es sind, die im Laufe der Geschichte aufgebaut werden. Daher ist das Ende nicht wirklich zufriedenstellend und das eben nicht nur von den Ereignissen her sondern auch aufgrund der Erzählweise. 
Der Sprecherin gelingt es sehr gut, die verschiedenen Figuren und ihre Emotionen darzustellen, sodass man selbst in einer Szene mit vielen Figuren den Überblick behält. Ihre Stimme ist sehr angenehm, sodass man ihr gerne zuhört, was definitiv ein Pluspunkt ist.

Fazit

Dieser Band lebt von der gelungenen Figurenentwicklung, die die Schwächen der Figurenkonstellation ausgleichen kann. Maleficents Leben und Beziehungen hätten deutlich mehr Raum einnehmen dürfen.




Autorin: Serena Valentino
Sprecherin: Tanja Geke
Länge: 7 Stunden und 2 Minuten
Verlag: der Hörverlag

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