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Das Reich der Klingen - Realm Breaker 2 (Rezension)

 Inhalt

Nachdem es den Gefährten gelungen ist, die Spindel in der Wüste Ibals zu schließen, droht neuer Ärger, denn während Eridas Armee die Wacht zu überrollen droht, reißt ihr Gemahl Taristan die nächsten Spindel auf. Kann es den ungleichen Gefährten aller Widerstände zum Trotz gelingen, die Wacht vor dem Dämonengott zu retten? Und wir sich die Wacht gegen die Pläne der Königin von Galland erheben? Oder werden sie alle untergehen?


Kritik

Gerade zu Beginn dauert es ein wenig, bis man sich an das Wichtigste aus dem ersten Band erinnert. Dies liegt vor allem auch daran, dass einige Zeit zwischen der Veröffentlichung der beiden Bücher liegt und es keine wirkliche Rückschau oder Zusammenfassung zu Beginn des zweiten Bandes gibt. Zwar wird das ein oder andere angedeutet, aber aufgrund der vielen wichtigen Entwicklungen braucht es ein wenig, bis einem zumindest die Schlacht in der Wüstenstadt von Ibal wieder im Gedächtnis ist. Daher ist es sehr gut, dass gerade zu Beginn nicht allzu viel passiert, sodass man die Gelegenheit bekommt, langsam wieder in diese Welt hineinzufinden.
Die unterschiedlichen Erzählperspektiven sind gut gewählt, da man hierdurch einen Einblick in die Gefühls- und Gedankenwelten einiger Figuren auf beiden Seiten und gleichzeitig einen guten Überblick erhält. Der Autorin gelingt es hierbei, nichts vorwegzunehmen und den Leser immer wieder zu überraschen, obwohl man mehr weiß als die einzelnen Figuren. Dadurch existiert weniger ein Schwarz-Weiß-Denken, obwohl es einen augenscheinlichen Bösewicht gibt, dessen Motive noch immer nicht wirklich beleuchtet werden. Aber auch hier zeigt sich eine menschliche Seite und man möchte noch viel mehr erfahren, was nicht möglich wäre, würde die Geschichte nur aus Coraynes Sicht erzählt werden.
Gleichzeitig sorgen all diese Perspektiven aber auch für eine gewisse Schwermütigkeit, weil man vieles gleichzeitig überblicken muss, um nichts durcheinander zu bringen. Jedoch wiegt der Nutzen schwerer, da man die Möglichkeit bekommt, hinter die Fassade der Bösen zu blicken und ihre Beweggründe zu verstehen und noch viel tiefer in die Welt einzutauchen. Man muss sich nur eben diese Zeit nehmen und sich vollends in eine andere Welt entführen lassen. Aber dieses Buch ist es definitiv wert.
Anders als im vorigen Band lernt man wieder neue Teile der Wacht kennen und auch einige Völker. Allmählich bekommt man ein Gefühl für diese Welt, was wichtig ist, um diese Geschichte wirklich fühlen zu können. Und um auch bei dem Kampf um die Wacht richtig mitzufiebern.
Das Ende ist schockierend und man würde am liebsten sofort zum Folgeband greifen, der aber leider derzeit nicht mal ein Erscheinungsdatum hat. Gerade aufgrund der gefühlt tausend Fragen, die einem hiernach im Kopf herumschwirren, fällt es einem schwer, diese Welt hinter sich zu lassen. Zu viel ist ungewiss, als dass man den Buchdeckel guten Gewissens schließen könnte. Aber gerade das macht eine gute Geschichte auch aus. Dass sie einen nicht loslässt und den Leser vollkommen in sich versinken lassen kann. Und das gelingt der Autorin absolut und auch wenn High Fantasy nicht wirklich mein Genre ist, ist diese Reihe außergewöhnlich und verdammt gut.


Fazit

Auch der zweite Teil weiß den Leser zu fesseln, raubt einem den Atem und lässt einen die Figuren, gut wie böse, ins Herz schließen. Band 3 sollte nach dem Cliffhanger schnell folgen!



Autorin: Victoria Aveyard
Seiten: 624
Verlag: Penhaligon

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