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Vergissmeinnicht - Was bisher verloren war (Rezension)

 Inhalt

Nach dem Showdown mit Severin und Jeanne d´Arc trennt sich Quinn von Matilda, um sie vor all den gefährlichen Kreaturen des Saums zu beschützen. Dumm nur, dass sie sich selbst vom Liebeskummer nicht davon abhalten lässt, eigene Nachforschungen anzustellen.
Und als neue Gefahren auf den Plan treten, muss Quinn akzeptieren, dass er Matilda braucht und sie nicht schützen kann.

Kritik

Anders als im ersten Band werden diesmal mehr Fragen beantwortet und mehr Erklärungen geliefert, was es einfacher macht, sich zurechtzufinden. Diesmal scheint der Fokus mehr darauf zu liegen, den Saum zu verstehen und die verschiedenen Ansätze sind sehr clever gewählt. Nicht nur, weil man viele verschiedene Seiten des Saums erlebt, sondern auch unterschiedliche Erklärungen erhält und merkt, wer was verschweigt. Dadurch bekommt man auch ein besseres Gefühl für die einzelnen Saumbewohner, die nicht alle so zu sein scheinen, wie sie sich geben.
Vor allem eine Figur kann nun endgültig das Herz des Lesers gewinnen. Bax ist eine wahre Freude und mausert sich immer mehr zum absoluten Liebling, während andere Figuren zwischen Hass und Liebe tendieren. Im zweiten Band bekommt er endlich die Aufmerksamkeit, die er verdient hat und es bleibt nur zu hoffen, dass er in Band 3 mindestens genau so oft in Erscheinung treten wird.
Wunderschön ist auch die Verbindung, die die Autorin knüpft. Es gibt einem nostalgische Gefühle und alles scheint möglich und insgeheim hofft man auf ein Wiedersehen.
Die eigentliche Handlung, die sich über die Reihe zieht, ist noch immer nur bruchstückhaft zu erahnen. Aber anders als im ersten Band stört es hier nicht, da ausreichend anderes passiert und man nach und nach auch hinter die Geschehnisse der Vergangenheit kommt. Da man den wenigsten Figuren wirklich vertrauen kann, fällt es schwer, neue Figuren richtig einzuschätzen. Vor allem Cassian gibt einem große Rätsel auf, da er sich nicht immer entsprechend seiner Worte verhält. Und was ich von Jeanne halten soll, weiß ich auch noch nicht so recht, aber manchmal kann sie eine Szene wirklich bereichern.
Was es mit der Weltuntergangsgeschichte auf sich hat, ist bisher kaum zu verstehen. Dadurch trübt es aber auch nicht die Stimmung und es ist einfach nur niedlich, wie Matildas und Quinns Beziehung sich entwickelt. Und wie beide mit ihrem, teilweise recht schwierigen, Umfeld umzugehen versuchen, während sie doch eigentlich etwas viel wichtigeres zu tun haben.

Fazit

Bax stiehlt einem das Herz und man verliert sich gänzlich in dieser Welt und der Geschichte.





Autorin: Kerstin Gier
Seiten: 528
Verlag: FISCHER

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