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Young Elites - Das Bündnis der Rosen (Rezension)

Inhalt

Nachdem Adelina mit ihrer Schwester Violetta aus Kenettra geflohen sind, suchen sie nach weiteren Begabten, die bereit sind, sich Adelinas Rachefeldzug anzuschließen. Ihr größtes Problem dabei ist aber, dass sie niemandem traut und viel zu viele Feinde hat. Gleichzeitig wird die Dunkelheit in ihr immer größer und unberechenbarer.
Doch Adelinas Gier und ihr Wille, den Malfettos in Kenettra zu helfen, sind für sie durch ein Mittel zu erreichen. Die weiße Wölfin will die Krone Kenettras für sich und sie ist bereit, ihre Feinde dafür brennen zu sehen. Aber wie viel kann die weiße Wölfin wirklich bewirken und wie hoch ist der Preis, den sie dafür bereit zu zahlen ist?

Kritik

Sehr zügig trifft der Leser erneut auf Adelinas Dämonen und sofort wird einem die Gefahr bewusst, in der diese Antiheldin lebt. Zumal sie auch über die Grenzen Kenettras hinaus gejagt wird.
Durch ihre Dämonen durchlebt man die tragischen Szenen gegen Ende von Band 1 erneut und erinnert sich wieder, was alles geschehen ist. Und man durchleidet erneut den schweren Verlust.
Gleichzeitig ist es spannend, neue Begabte kennenzulernen und zu erfahren, was für Fähigkeiten sie haben. Auch wenn es nicht immer schöne Begegnungen sind.
Durch die verschiedenen Erzählperspektiven erfährt man viel mehr und es ist umso spannender. Außerdem hat man die Chance, wichtige Figuren besser kennenzulernen und sie einzuschätzen. Dadurch fiebert man stärker mit und taucht umso tiefer in diese Welt ein. Außerdem sorgt es dafür, dass man nur sehr ungern das Buch aus der Hand legt und die Welt verlässt, obwohl viel schlimmes dort passiert.
Adelina wächst einem ans Herz und das trotz ihrer dunklen Seite. Auch wenn man nicht immer ihren Gedankengängen gänzlich folgen kann, versteht man sie immer besser und manchmal würde man ähnlich handeln. Überraschenderweise nimmt man es ziemlich schnell Menschen übel, wenn sie sich Adelina gegenüber falsch verhalten und macht davon teilweise die eigenen Sympathien abhängig. Es ist ein deutlicher Beweis, dass man den Bösen mögen kann, wenn man seine Beweggründe kennt. Viel mehr betrachtet man die Dolche als die Bösen, da sie gegen die weiße Wölfin sind und sie bereits einmal töten wollten.
Gegen Ende kommt es zu einem wahren Chaos und man muss sich immer wieder neu orientieren. Das passt aber ganz gut zur Situation und ist umso realistischer. Mit einer gewissen Genugtuung nimmt man Verluste zur Kenntnis, kommt gleichzeitig aber nicht von der Sorge um Adelina und ihre Lieben los. Es ist, als sitze man als Leser in Adelinas Kopf.
Eine Figur stellt alles auf den Kopf und lässt sowohl Adelina als auch den Leser ratlos zurück. Zum einen wünscht man sich Dinge, die nicht wirklich existieren können und ist damit Adelina sehr ähnlich. Gleichzeitig gilt es, die Vorsicht zu wahren. In diesen Momenten ist man genau wie die weiße Wölfin und vermutlich würde ein jeder so handeln wie sie, wodurch sie menschlicher erscheint.
Marie Lu kreiert sehr geschickt eine, auf den ersten Blick, sehr düstere Figur, die ständig mit ihren Dämonen ringt und zeitgleich einfach nur ein junges Mädchen ist, das überleben möchte. Man bekommt vor Augen geführt, wie schnell man jemanden abstempelt und einordnet und wie ungerechtfertigt das oftmals ist. Und vor allem lernt man die Konsequenzen daraus kennen.

Fazit

Ein überaus grandiose Fortsetzung, die den Leser gefesselt zurücklässt. Die Fäden führen allmählich zum Ziel und die ersten Fragen werden beantwortet. Vor allem aber beginnt man, an der Seite der weißen Wölfin zu kämpfen. Gegen ihre Feinde und vor allem gegen ihre Freunde.



Autorin: Marie Lu
Seiten: 400
Verlag: Loewe

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