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Wolkenschloss (Rezension)

Inhalt

Fanny verbringt ihr erstes Jahr nach ihrem Schulabbruch als Jahrespraktikantin im altehrwürdigen Wolkenschloss. Auch wenn das alte Hotel seine besten Jahre schon hinter sich hat, kann sie sich dem Charme des Ortes und der Menschen dort nicht entziehen.
Über Weihnachten und Silvester ist das Hotel restlos ausgebucht und nicht nur für das Personal beginnen anstrengende und überraschende Tage. Und schon bald findet sich Fanny zwischen zwei gut aussehenden Jungs und im Visier von Verbrechern wider...

Kritik

Wie auch in ihren letzten Jugendbüchern kommt man dank Kerstin Giers Schreibstil leicht in die Geschichte und kann gänzlich darin eintauchen. Auch diesmal spielt alles in einer recht kurzen Zeitspanne, aber das steigert nur die Spannung und sorgt dafür, dass sich überflüssige Szenen nicht in die Länge ziehen,
Fanny ist eine sehr gut gelungene Protagonistin, da man sich gut in sie hineinversetzen kann. Außerdem erscheint sie nicht auf den ersten Blick wie eine typische Heldin, wodurch man sich als Leser nicht schlecht fühlt, weil sie so außergewöhnlich ist.
Gerade in einem Hotel kann man die Gäste gut für verschiedene Szenen nutzen und das setzt die Autorin gekonnt ein. So gibt es zwei Gruppen von Mädchen, die Fanny als Zicken das Leben schwer machen. Dann ist da noch Don, der immer wieder für Gänsehautmomente sorgt, schließlich ist er eine Art Psychopath und das mit gerade mal neun Jahren und dazu kommt noch sein Lispeln. Aber durch diese Konstellation stiehlt er dem Leser auch das Herz und er ist einfach einzigartig.
Vor allem ist er jedoch nicht der einzige Charakter, den man neben Fanny ins Herz schließt und so wird das Lesen zu einer Art Miniurlaub mit Freunden und Bekannten im Wolkenschloss, was gerade im vorweihnachtlichen Stress sehr angenehm ist.
Gegen Ende wird der doch sehr amüsante Roman zu einem Krimithriller, der den Leser fesselt. Das liegt zum einen an den vielen, überraschenden Wendungen, aber auch daran, dass man mit all den geliebten Figuren mitfiebert. Und da es so bildlich geschrieben ist, kann man das Geschehen vor dem Inneren Auge sehen und es miterleben.

Fazit

Eine absolut zauberhafte, spannende Geschichte, die mit einer perfekten Mischung verschiedener Genre, einem packenden Schreibstil und absolut genialer und liebenswerter Figuren besticht. Vor allem für alle Kerstin-Gier-Fans ein absolutes Muss!



Autorin: Kerstin Gier
Seiten: 464
Verlag: FISCHER FJB

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