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Fallen - Kein Abgrund ist tief genug (Rezension)

Inhalt

Amely hilft dem Fremden, den sie ohne Gedächtnis am Strand findet. Alle Anzeichen von Gefahr ignorierend lässt sie ihn bei sich wohnen. Trotz seiner Warnungen will sie mehr über ihn erfahren und bringt sich damit in Gefahr. Eine Gefahr, die keiner von beiden kennt oder gar einschätzen kann. Aber was kann man schon gegen das eigene Herz verrichten?

Kritik

Zu Beginn zieht sich die Geschichte ein wenig in die Länge, denn auch wenn man erstmal hineinfinden muss, dauert es doch recht lange, bis die beiden Figuren einem ans Herz wachsen. Anfangs sind sie doch recht unbeholfen im Umgang miteinander, was zwar auch der Situation geschuldet sein kann, aber gerade Amely wirkt da wenig glaubwürdig. Wer würde auch einen Wildfremden mit nach Hause nehmen und ihn dann nicht im Auge behalten? Dadurch ziehen sich die Szenen in die Länge, weil zwischenzeitlich nicht viel passiert und man keinen richtigen Fortschritt zu machen scheint.
Noah, wie Amely ihren Gast tauft, ist nur schwer einzuschätzen, gerade weil er sich selbst nicht erinnert. Er ist nur offensichtlich ein Killer, aber viel mehr erfährt man nicht, auch wenn ein Teil der Geschichte aus seiner Sicht geschrieben ist. Dadurch schließt man ihn nach und nach ins Herz, auch wenn es eindeutig ist, dass er gefährlich ist. Aber gerade das macht seinen Reiz auch aus.
Die Liebesgeschichte entwickelt sich ein wenig zu schnell und wirkt nicht wirklich realistisch und das nicht, weil Amely nichts über Noah weiß. Gerade weil er sich nicht erinnert, wirkt es ein wenig merkwürdig, dass er sich plötzlich sicher ist, niemals so was gefühlt zu haben.
Spannend wird es vor allem dann, als Amelys Leben und Noah zusammentreffen. Denn anfangs ist Amely wie losgelöst von ihrem echten Leben und hat nur Kontakt zu Noah, was zu einer Art Blase führt, in der sie sich bewegen. Bis Menschen aus ihrem Leben auftauchen und für Chaos sorgen.
Gegen Ende kommt man endlich dem Geheimnis um Noahs Existenz zum Greifen nah, wodurch es umso spannender wird. Doch das tritt ein wenig in den Hintergrund, weil sich die Ereignisse überschlagen und man sich um einen anderen Charakter sorgen muss. Auch wenn es hier wieder ein wenig unrealistisch wird, fiebert man doch mit und will wissen, wie es weitergeht und ob Noah und Amely jemals glücklich miteinander werden können.

Fazit

Schwächer als Dark Prince und Catching Beauty, aber immer noch ein fesselnder Roman von einer meiner liebsten, deutschsprachigen Autorinnen. Absolute Leseempfehlung, wenn man sich an Dark Romance herantraut.



Autorin: J. S. Wonda
Seiten: 312
Selfpublisher

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