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Götterfunke - Verlasse mich nicht (Rezension)

Inhalt

Nur mit Mühe und Not konnten Jess und Cayden aus dem Olymp verschwinden. Jess muss mit ansehen, wie der schwerverletzte Cayden im Sterben liegt und muss mit Hades um sein Leben feilschen.
Während es bei Cayden um Leben und Tod geht, ziehen sich Zeus und die ihm treu ergebenen Götter in sein Haus in Monterey zurück, während Agrios sich mit dem Zepter im Olymp ausbreitet. Doch solange ihm der Ehrenstab fehlt, hat er nicht die volle und alleinige Macht. Niemand weiß, dass Jess den Stab versteckt hält, trotzdem wird sie als Diafani immer wieder in den Krieg der Götter hineingezogen, während sie die Götterwelt hinter sich lassen will. Und auch Cayden, der ihr wiederholt das Herz gebrochen hat.
Aber um die Menschheit zu retten, muss sie sich gegen Agrios und Gaia wehren. Doch kann sie Zeus zum Sieg verhelfen oder wird sie scheitern?

Kritik

Da der Roman in dem Augenblick startet, in dem Jess und Cayden am Strand landen, findet man schnell in die Geschichte hinein. Auch wenn Jess Cayden nicht verzeihen kann, fiebert man mit ihr mit, als sie um sein Leben fleht. Zumal man ihn ins Herz geschlossen hat, auch wenn er sich oftmals ziemlich dämlich anstellt.
Durch die Tragödie rund um Cayden bekommt man die Gelegenheit, Hades kennenzulernen, was fast schon ein Höhepunkt im Roman darstellt, da er so sympathisch und wortgewandt ist. Vor allem ist er eine nette Abwechslung zu all den anderen Göttern, weil er nichts von Jess fordert. Viel mehr hält er sich aus allem raus, was ihn gleich sympathisch macht.
Je weiter die Geschichte voranschreitet, desto abenteuerlicher wird es und man taucht immer tiefer in die griechische Mythologie ein, die ja so schon faszinierend ist. Gaias Auftreten sorgt für neuen Ärger und man beginnt, die Beziehungen der Götter und Titanen untereinander besser kennenzulernen. Dadurch taucht man noch tiefer in deren Welt ein und fiebert umso mehr mit.
Einige Figuren lernt man von einer ganz neuen Seite kennen, was ihre Sympathie ein wenig schmälert, da ihre fordernde Art auf Dauer nervt. Zumal es Jess' Gegenüber doch recht unfair ist, ihr sterbliches Leben immer wieder aufs Spiel zu setzen.
Dass Jess Cayden möglichst lange meidet, ist zwar verständlich, aber eben auch schade, weil man die Gespräche und Wortgefechte der beiden doch vermisst. Auch wenn man durch Josh auf dem Laufenden gehalten wird, was Caydens Gesundheitszustand anbelangt.
Da man weiß, dass es einen Verräter in Zeus' Haus gibt, beginnt man, die Beweggründe eines jeden Gottes zu hinterfragen und misstraut jedem. Auch wenn man einige ins Herz geschlossen hat. Umso überraschender kommt es dann, wenn der Verräter oder die Verräterin entlarvt wird, weil man mit dieser Wendung nicht gerechnet hat. Das Ende an sich ist kaum vorhersehbar, zumindest wie es zur finalen Schlacht kommt. Da es so viele Wendungen und Ereignisse gibt, kann man den Roman kaum aus der Hand legen und fiebert mit den Figuren mit. Zumal es zu herzzerreißenden Momenten kommt und man die Tränen kaum zurückhalten kann. Jess bekommt die Chance, ihre Stärke zu beweisen und zu einer unvergesslichen Protagonistin zu werden. Es ist nur schade, dass es keinen weiteren Teil gibt, auch wenn der Epilog zeigt, wie es mit unseren Lieblingsfiguren weitergeht. Auch wenn er einige neue Fragen aufwirft, deren Antworten wir wohl nie bekommen werden.


Fazit

Absolut denkwürdiges Finale, das den Leser wunschlos zurücklässt und alle wichtigen Fragen beantwortet. Perfekte Mischung aus Gefühl und Action sorgen bis zur finalen Schlacht für Höchstspannung.


Autorin: Marah Woolf
Seiten: 464
Verlag: Dressler

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