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Liebe und Lügen (Rezension)

 Inhalt

Sage arbeitet nach den Ereignissen im Palast als Lehrerin und wartet sehnsüchtig auf den Tag, an dem sie ihre große Liebe Alex heiraten darf. Als dieser unerwartet zu einer neuen und gefährlichen Mission aufbrechen soll, gelingt es ihr dafür zu sorgen, dass sie mit ihm reisen kann. Doch schon bald geht es um weit mehr als ihre Liebe und sie müssen mehr als ihr Leben riskieren...


Kritik

Gerade der Beginn der Geschichte ist ein wenig langatmig und man muss sich durch die ersten Kapitel fast schon kämpfen. Sages Leben ist ein wenig eintönig und fast schon langweilig und auch das Wiedersehen mit Alex kann nicht die Stimmung des ersten Bandes rekonstruieren. Man fiebert daher fast schon auf die Mission hin, da man sich eine ähnliche Atmosphäre wie im Reihenauftakt erhofft. Und man wird nicht enttäuscht.
Obwohl diesmal nicht die Identitäten der Figuren geheim sind, haben sie doch genügend Geheimnisse voreinander, was zu einigen spannungsgeladenen Szenen führt. Sage und Alex müssen beide an ihren Aufgaben wachsen und die Kapitel aus den beiden Sichtweisen macht es einem einfacher, sie zu verstehen. Die dritte Perspektive ist aus Sicht eines Kimisaren, der der Feind ist. Dies ist eine clevere Wahl, da man auch seine Beweggründe erfährt und selbst beurteilen kann, ob er der Böse in der Geschichte ist.
Anders als im vorigen Band dreht sich nicht mehr alles nur um Demora und die dortigen Gepflogenheiten. Man bekommt einen besseren Eindruck von den Ländern und auch von deren Unterschiedlichkeit. Es ist faszinierend, dies gemeinsam mit Sage zu ergründen.
Stellenweise sind einige Figuren sehr naiv und man fragt sich wirklich, wieso sie nicht selbst auf die Lösung kommen. Auch wenn der Leser aufgrund der drei Erzählperspektiven schneller darauf kommt, ist es nicht so schwer zu erahnen. Dadurch wird die Spannung künstlich hoch gehalten, was die Qualität der Geschichte mindert. Da man die Figuren, allen voran Sage und Alex, so sehr ins Herz geschlossen hat, will man dennoch wissen, wie es weitergeht.
Einiges wiederholt sich im Vergleich zum ersten Band und das macht es ein wenig vorhersehbar. Gleichzeitig passt das aber zu den Figuren und lässt sie nur glaubwürdiger erscheinen. Auch wenn manche weiterhin zeitweise sehr naiv sind. Auch wird die ein oder andere Situation viel zu schnell und zu konfliktarm aufgelöst, was das Unterhaltungspotenzial schmälert.
Die Autorin weiß, wie sie mit den Gefühlen ihrer Figuren und der Leser spielt und nutzt dieses Wissen sehr geschickt aus. Stellenweise kann man das Buch kaum aus den Händen legen und auch zum Ende hin will man weiterlesen. Es ist nicht so, dass es einen krassen Cliffhanger gibt, aber mittlerweile ahnt man, dass die Autorin Sage und Alex weitere Steine in den Weg legen wird und man ist gespannt darauf zu sehen, wie sie damit umgehen. Und ob ihre Liebe und ihr Vertrauen zueinander all dies überstehen wird.

Fazit

Tolle Fortsetzung, die sich auf ihre Stärken stützt und gleichzeitig auch ihre Schwächen treu bleibt. Diese Reihe lebt von ihren Figuren, allen voran Sage und Alex.



Autorin: Erin Beaty
Seiten: 496
Verlag: Carlsen

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