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Ewig - Wenn Liebe erwacht (Rezension)

Inhalt

Nach mehr als hundertjährigem Schlaf erwacht Prinzessin Aurora, als sie von Prinz Rodric geküsst wird. Die Welt um sie herum hat sich gewaltig verändert und alle, die sie kennt, sind längst tot. Verzweifelt versucht sie, sich zurecht zu finden. Dabei hilft ihr nicht gerade, dass ihr Volk unter dem neuen König leidet und in ihr die Retterin sieht.
Als sie sich eines Nachts aus dem Schloss schleicht, um die Stadt zu besuchen, trifft sie auf Tristan. Er arbeitet in einem Pub, in dem Distel singt und Aurora mit ihrer Stimme verzaubert. Tristan bietet ihr Freiheit und Abenteuer.
Und dann ist da auch noch Finnegan, der Kronprinz Vanhelms. Hinter seiner frechen Art, versucht Aurora den echten Mann zu entdecken. Kann sie ihm vertrauen oder bedeutet er ihr Untergang?
Wer spielt in dieser verrückten, neuen Welt ein falsches Spiel mit ihr? Und wem kann sie vertrauen?

Kritik

Ich liebe Märchenadaptionen. In diesem Fall hat es die Autorin geschickt gemacht, da sie nicht die wahre Liebe in den Mittelpunkt stellt und alles um das Happy End herum aufbaut. Stattdessen haben wir eine Prinzessin, die nichts von Liebe weiß und diese ganzen Geschichten schwachsinnig findet. Vor allem aber haben wir ein Land, was große Probleme und eine ständigen Machtkampf hat. Denn wegen Auroras Schlaf gab es keinen rechtmäßigen Thronerben mehr. Deswegen ist Aurora für den König auch mehr eine Trophäe als ein menschliches Leben.
Ein weiterer geschickter Schachzug seitens der Autorin ist, dass sie vor allem einige Nebencharakter liebenswert gemacht hat, wodurch man nicht nur mit Aurora mitfiebert. Vor allem aber geht es um Aurora, die sich entscheiden muss, auf welcher Seite sie stehen will, da es eben auch noch Rebellen gibt, die sie legitimieren könnte.
Ein großer Nachteil ist, dass der Roman nicht aus Auroras Sicht geschrieben ist. Dadurch ist man nicht ganz so nah an ihr dran und kann sich nicht gänzlich in ihre Rolle hineinversetzen. Man wahrt eine gewisse Distanz und fiebert nicht ganz so stark mit.
Vor allem aber regt man sich über eine schnell geschaffene Distanz zwischen zwei Charakteren auf. Die beiden würden so gut zusammen passen, aber natürlich grätscht da die Realität dazwischen uns verhindert das. Es ist echt schade, weil man einfach merkt, dass mehr zwischen ihnen ist.
Der magische Teil des Romans hält sich stark in Grenzen. Es wird mehr über Magie geredet, als dass sie auftritt. Es gibt Drachen in Vanhelm und Aurora wurde mit Magie verflucht, aber fast alle Magie ist verschwunden. Und die einzige Person, die Aurora helfen kann, es zu ändern, ist Celestine, die Hexe, die Aurora verflucht hat. Aurora ist erst ein wenig naiv und später dann paranoid und glaubt, jeder will sie nur für seine Zwecke ausnutzen. Dabei könnte sie genau das zu ihrem Vorteil nutzen.
Der Schreibstil der Autorin macht es dem Leser einfach, in die Geschichte zu finden und erinnert durch den Erzähler ein bisschen an ein Märchen.Vor allem aber wird nicht zu viel vorweg genommen, sodass es Spaß macht, den Roman zu lesen.

Fazit

Ein märchenhafter Auftakt. Ich will unbedingt mehr über Aurora erfahren. Eine absolute Leseempfehlung an alle, die Märchenadaptionen mögen!



Autorin: Rhiannon Thomas
Seiten: 400
Verlag: FISCHER Sauerländer

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