Direkt zum Hauptbereich

Madly (Rezension)

 Inhalt

Seit ihrem ersten Aufeinandertreffen fasziniert June Mason und er will nichts mehr, als mit ihr auszugehen. Leider blockt sie all seine Flirtversuche ab. Was er nicht weiß, ist, dass June ein Geheimnis hütet und sie bereits in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen mit dessen Offenbarung gemacht hat.
Kann es ihm dennoch gelingen, ihr Herz für sich zu gewinnen oder werden seine Versuche ihre Freundschaft endgültig zerstören?

Kritik

Mason und June hat man bereits in Truly, dem ersten Band der Reihe, kennengelernt. Während einem Mason als fürsorglicher Freund und Boss in den Blick fiel, war June die vorlaute und loyale beste Freundin und man hat alle beide bereits ins Herz geschlossen. Daher ist man umso gespannter auf Madly, da es diesmal um die Geschichte der beiden geht, die aus beiden Sichtweisen erzählt wird.
Dadurch lernt man auch die Sorgen, Ängste und Probleme besser kennen, die beide mit sich herumschleppen und die, jede auf ihre eigene Art, die Dinge verkomplizieren. Auch erfährt man die Beweggründe hinter ihren jeweiligen Entscheidungen, wodurch man sie nur noch besser versteht und ins Herz schließt. Gleichzeitig sorgt dies aber auch dafür, dass man die beiden am liebsten dazu zwingen würde, einfach mal offen miteinander zu sprechen, da dies einige Missverständnisse und Probleme aus dem Weg räumen würde.
Wie bereits der erste Band ist auch dieser oftmals vorhersehbar und es wirkt, als würden Kleinigkeiten dramatisiert. Es gelingt leider nicht immer, die Sorgen und Ängste der Figuren den Lesern wirklich nahe zu bringen, sodass man manchmal das Gefühl hat, dass übertrieben wird. Dadurch nimmt man die Figuren auch nicht immer ernst, was aber auch daran liegen kann, dass alle beide Figuren in Truly so selbstsicher waren. Diese Zweifel und Ängste wirken dadurch nicht ganz passend.
Das ändert aber nichts daran, dass man die Figuren lieben lernt und am liebsten noch viel mehr Zeit mit ihnen verbringen würde. Es entsteht eine Wohlfühl-Atmosphäre, weswegen man das Buch kaum aus der Hand legen möchte.
Gerade die Nebenstränge der Handlung wirken ein wenig konstruiert, was aber nicht weiter stört, da man sich vor allem auf das Hin und Her zwischen June und Mason konzentrieren möchte. Zu viel Nebenhandlung wäre da eher störend.
Genretypisch weiß man bereits, wie das Buch enden wird, was auch nicht weiter schlimm ist. Eigentlich ist es sogar sehr im Sinne des Lesers. Dennoch passt das Tempo am Ende nicht wirklich zur Geschichte und vermiest einem diese ein wenig. Zumal das, was dazu führt, viel eher hätte passieren können. Es ist verwunderlich, warum die ein oder andere Figur plötzlich einen solchen Wandel hinlegt, was die ganze Geschichte leider eher unrealistisch macht. Es hat einen faden Beigeschmack und zerstört die ansonsten fast perfekte, schöne und eher langsame Geschichte. Ein paar mehr Seiten für das Ende hätten dem Buch gut getan und auch der Epilog wirkt ein wenig überhastet. Hoffentlich bekommt man im letzten Band der Trilogie, Deeply, noch mehr von June und Mason zu sehen, denn es wäre zu schade, wenn dies der letzte, bleibende Eindruck dieses tollen Duos wäre.


Fazit

Eine berührende Geschichte, die vor allem durch ihre tollen Protagonisten glänzt. Diese beiden überstrahlen sogar das etwas überhastete Ende.





Autorin: Ava Reed
Seiten: 416
Verlag: Lyx

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Very Bad Kings (Rezension)

 Inhalt Für Mable geht ihr größter Traum wahr, als sie das Stipendium für die renommierte Kingston University bekommt. Alles scheint sich endlich in ihrem Leben zu verbessern, bis die fünf Kings in ihr Leben treten. Sie sind reich, verdorben und regieren über den Campus. Und die Stipendiatinnen sind die Figuren in ihrem Spiel. Ein Spiel, das vier Stipendiatinnen vernichten wird. Ein Spiel, das nur der Unterhaltung der Elite dient. Kann Mable gewinnen oder wird sie zwischen den Kings untergehen? Und wie hoch ist der Preis? Kritik Der Prolog gibt einem schon eine ungefähre Ahnung, wohin die Reise gehen wird, was zwar ein wenig die Handlung vorweg greift, es aber nicht weniger spannend macht. Zum einen vergisst man bei all den Ereignissen schon sehr bald, was genau geschehen wird und zum anderen ist man nur umso interessierter an den Hintergründen und was alles zwischen ihnen passieren wird, um dorthin zu gelangen. Mable ist anfangs eher schüchtern und zurückhaltend, womit man sich al...

Blood of Hercules - Berühre sie und stirb (Werbung / Rezension)

 Inhalt Alexis kämpft mit ihrem Bruder Charlie ums Überleben, während die Welt von Spartanern und Titanten bevölkert wird. Nach der Rückkehr der Titanen, gaben sich auch die Spartaner wieder der Welt zu erkennen, übernahmen die Herrschaft und versuchten, die Titanen unschädlich zu machen. Umgeben von all diesen Katastrophen bleibt für Menschlichkeit wenig Platz und Alexis einzige Hoffnung besteht darin, zu einer der besten Schülerinnen ihres Alters zu werden, um an eine der wenigen noch existierenden Universitäten zu gelangen. Als sich dann aber ihre wahre Natur zeigt, muss sie stattdessen an die spartanische Kriegsakademie und dort um ihr Überleben kämpfen. Zu allem Übel wird ihr das Crimson Duo, ein weltweit bekanntes, mörderisches Duo als Mentoren an die Seite gestellt. Monster, denen sie nie begegnen wollte und vor denen sie fliehen sollte. Doch was, wenn es noch viel schlimmere Monster auf sie abgesehen haben?   Kritik Den Inhalt zusammenzufassen, ohne zu viel zu verraten...

Sinister Crown - Brave Mädchen tun das nicht (Rezension)

 Inhalt Nachdem Maeve ohne Gedächtnis und mit Blessuren am Körper in einem Feld aufgewacht ist, versucht sie sich ein Leben an der renommierten Campbell University aufzubauen. Sie möchte nichts lieber, als in der Menge unterzugehen und keine Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Dummerweise geht das bereits am ersten Tag schief, als sie in eine Situation mit dem spanischen Kronprinzen, seinen Bodyguards und einer scheinbar hilflosen Frau platzt, die sie definitiv nicht sehen sollte. Um ihre Verschwiegenheit zu sichern, soll Maeve die Fake-Freundin des Prinzen spielen, der sie nicht leiden kann und mit seinem Lebensstil nicht aufhören wird. Und während sie gegen sein Lebensstil und ihre aufkeimenden Gelüste ankämpft, merkt sie schon bald, dass weitere Gefahren lauern, die ihren Ursprung in ihrer Vergangenheit zu haben scheinen... Kritik Zwar gibt einem der Prolog einen groben Eindruck von Maeves Vergangenheit, aber letztendlich tappt man mit ihr gemeinsam im Dunkeln. Es ist frustrieren...