Direkt zum Hauptbereich

Dark Prince - Gefährliches Spiel (Rezension)

Inhalt

Florence hat es echt nicht leicht im Leben. Sie ist die einzig Dunkelhäutige in ihrer Familie und lebt im Armenviertel. Dabei versucht sie alles, um nicht auf die falsche Bahn zu geraten und ihrem Bruder gute Chancen im Leben zu ermöglichen. Doch all das gerät ins Wanken, als sie Drogen bei ihrem Bruder entdeckt und dadurch auf den "Dark Prince" trifft. Er zieht sie in eine ungeahnte Tiefe, wobei sie sich selbst besser kennenlernt. Aber wie tief kann man fallen, ehe man hart auf dem Boden aufkommt?


Kritik

Es dauert eine Weile, bis man sich an den Straßenjargon gewöhnt, in dem der Roman geschrieben ist. Aber dadurch wirkt die Geschichte echter und auch verdorbener. Es kommt häufiger auch zu gewalttätigen Szenen, die die drohende Gefahr umso realer erscheinen lassen und dem Roman die nötige Spannung geben. Man ist von den Ereignissen gefesselt und will unbedingt wissen, wie es weitergeht. Man sehnt sich die Szenen zwischen Davies, Alec und Florence geradezu herbei und betrauert jeden Moment, in dem sie nicht zusammen sind.
Am faszinierendsten sind aber die Charaktere und vor allem sind es Alec und Davies. Beide sind unberechenbar und man lernt sie nicht gut genug kennen, um sie zu verstehen oder gar zu ergründen. Dadurch bleibt es spannend und prickelnd, da die beiden mysteriös sind.
Auch wenn sie hin und wieder nicht konsequent sind. Alec, Davies und Florence wechseln häufiger mal ihre Meinung und agieren dadurch für den Leser unberechenbar. Ein wahrer Genuss ist es aber, wenn Florence ihre störrische Seite zeigt und damit bei Alec auf Granit trifft. Dass alle drei von einer fast greifbaren Chemie umgeben sind, ist ein zusätzlicher Pluspunkt.
Auch wenn man als Leser nicht in der Szene ist und keine Ahnung von Drogen hat, kommt man gut mit, da es einem teilweise wie Florence ergeht. Dadurch, dass sie ebenso naiv und ahnungslos wie der Leser ist, wirbt man mit ihr in den Strudel gezogen und man kann sich einfach nicht lösen.

Fazit

Fesselnd. Derb. Sexy.
Die perfekte Mischung für prickelnde, spannende Momente. Absolutes Suchtpotenzial!




Autorin: J. S. Wonda
Seiten: 376
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

In deinen Augen (Rezension)

Inhalt Sam wartet ungeduldig auf den Frühling, denn mit ihm kehr Grace heim. Die wärmeren Temperaturen sorgen dafür, dass sie den Wolfspelz zurücklässt und sich wieder in einen Menschen verwandelt. Nur leider steckt sie in keinem Körper so wirklich und verwandelt sich häufiger. Aber nicht nur die fehlende Dauerhaftigkeit seitens Grace in ihrer menschlichen Gestalt bedroht das junge Glück. Tom Culpeper will den Schutz der Wölfe aufheben und sie ein für allemal aus dem Boundary Wood verbannen und dafür greift er liebend gern zum Gewehr. Kann Sam das Rudel retten oder verliert er alles, für das er je gekämpft hat?

Kritik Es dauert eine Weile, bis man zurück in die Geschichte findet, was vielleicht auch daran liegt, dass ich die vorigen Bände vor einigen Jahren gelesen habe. Dadurch ist es auch schwierig, alle Andeutungen zu verstehen, da nicht oft weit ausgeholt wird, um etwas erneut zu erklären - was eigentlich ganz gut ist, um den Roman nicht zu langatmig zu machen. Trotzdem kommt man…

One of us is lying (Rezension)

Inhalt Simon, Bronwyn, Nate, Addy und Cooper müssen gemeinsam nachsitzen. Als Simon plötzlich einen allergischen Schock erleidet und später im Krankenhaus stirbt, gibt es nur vier Verdächtige. Denn nur seine vier Mitschüler waren mit ihm im Raum und jeder hat ein ganz eigenes Motiv. Doch wer ist es gewesen, schließlich hegen nicht nur diese vier eine Abneigung gegen Simon, der mit seiner App About That die dunkelsten Geheimnisse seiner Mitschüler offenbart hat. Wer hat Simon Kelleher ermordet?

Kritik Es klingt wie eine Mischung aus Pretty Little Liars und Gossip Girl und über weite Strecken ist dem auch so. Man bekommt die Geschichte aus den Perspektiven der vier Hauptverdächtigen, wodurch man zuerst einmal von ihrer Unschuld ausgeht. Schließlich scheinen sie alle nichts zu wissen und nichts zu verbergen. Zumindest scheint dem so. Recht schnell ändert sich das, da offensichtlich wird, dass die vier auch in Gedanken nicht alles erwähnen, was zum einen komisch wirkt und zum anderen mer…

Wolkenschloss (Rezension)

Inhalt Fanny verbringt ihr erstes Jahr nach ihrem Schulabbruch als Jahrespraktikantin im altehrwürdigen Wolkenschloss. Auch wenn das alte Hotel seine besten Jahre schon hinter sich hat, kann sie sich dem Charme des Ortes und der Menschen dort nicht entziehen. Über Weihnachten und Silvester ist das Hotel restlos ausgebucht und nicht nur für das Personal beginnen anstrengende und überraschende Tage. Und schon bald findet sich Fanny zwischen zwei gut aussehenden Jungs und im Visier von Verbrechern wider...
Kritik Wie auch in ihren letzten Jugendbüchern kommt man dank Kerstin Giers Schreibstil leicht in die Geschichte und kann gänzlich darin eintauchen. Auch diesmal spielt alles in einer recht kurzen Zeitspanne, aber das steigert nur die Spannung und sorgt dafür, dass sich überflüssige Szenen nicht in die Länge ziehen, Fanny ist eine sehr gut gelungene Protagonistin, da man sich gut in sie hineinversetzen kann. Außerdem erscheint sie nicht auf den ersten Blick wie eine typische Heldin, w…