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54 Minuten (Rezension)

Inhalt

Als die Ansprache der Schulleiterin beendet ist, wollen die Schüler der Opportunity High die Aula verlassen, nur sind alle Türen verschlossen. Und dann beginnt der Alptraum, denn ein Junge mit einer Waffe betritt die Aula. Ein Junge, der zutiefst enttäuscht wurde und zu allem bereit ist.

Kritik

Zu Beginn dauert es eine Weile, bis man in die Geschichte hinein findet, da es Recht lange dauert, bis der Amoklauf beginnt. Da es aber schon auf dem Cover angedeutet wird, wartet man nur darauf, dass das eigentliche Geschehen beginnt.
Nicht gerade hilfreich sind da die vier verschiedenen Erzähler, die auf den ersten Blick nicht allzu klug gewählt scheinen. Einzig die Tatsache, dass von drei verschiedenen Orten aus erzählt wird, erscheint Sinn zu ergeben. Da in jedem Kapitel alle vier zu Wort kommen, dauert es, bis man sie kennenlernt und ins Herz schließt. Außerdem braucht die Geschichte noch länger, um Fahrt aufzunehmen.
Der Schreibstil der Autorin ist fesselnd und schafft es immer wieder, einem die Situation bildlich vor Augen zu führen.
Obwohl es anfangs noch Recht schleppend vorangeht, kann man später das Buch kaum noch aus der Hand legen. Dafür sorgt auch die Tatsache, dass die vier Protagonisten emotional involviert sind. Zumal man mit dem Täter teilweise mitfühlen kann und man für alles eine Erklärung geliefert bekommt.
Vor allem gegen Ende wird es dann richtig emotional und man würde am liebsten zwischen die Seiten springen, um seine Lieblingsfiguren zu schützen. Man vergisst schnell, dass es nur eine fiktive Geschichte ist, da es einen so starken Bezug zur Realität hat. Das zeigt die Qualität der Autorin, die die Geschichte kaum besser hätte erzählen können.

Fazit

Eine packende und herzergreifende Geschichte über einen Amoklauf und seinen Ursprung, die den Leser zutiefst berührt.






Autorin: Marieke Nijkamp
Seiten: 336
Verlag: FJB

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