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MondSilberLicht (Rezension)

Inhalt

Nach dem Tod ihrer Mutter muss Emma zu ihrem Onkel auf eine kleine schottische Insel ziehen. Einem Onkel, dem sie noch nie begegnet ist.
Alle Inselbewohner sind ihr wohlgesonnen und alles scheint sich dem Guten zuzuwenden, bis sie Calum begegnet. Er fasziniert sie vom ersten Augenblick an, nur statt ihr, wie jedem anderen Mädchen der Schule, mit distanzierter Höflichkeit zu begegnen, ist er bei Emma schroff.
Hätte sie damals nur um das Geheimnis gewusst, wäre sie ihm wohl ferngeblieben. Oder? Doch nun steht ihr Leben auf dem Spiel und alte Wunden reißen wieder auf.


Kritik

Als Leser wird man quasi ins Geschehen geworfen. Man bekommt nur eine sehr kurze Einführung, ehe Emmas Leben Kopf steht und man sich mit ihr gemeinsam zurechtfinden muss. 
Schon beim Klappentext erahnt man, dass es eine eher typische Jugendlektüre ist und man findet einige Klischees wider. Trotzdem schafft es die Autorin, den Leser zu überraschen und mit ihren mythologischen Figuren zu bezaubern. Auch wenn man weiß, dass es letztendlich alles der Fantasie der Autorin entsprungen ist, will man immer mehr über die Shellycoats erfahren.
Emma ist die optimale Protagonistin, da man sich mit ihr identifizieren kann und sie immerzu nahbar ist. Trotz ihrer schweren Zeit fällt sie in kein schwarzes Loch, wodurch die Story nicht allzu düster ist. Einzig die Offenheit, mit der ihr alle außer Calum begegnen, ist ein wenig befremdlich, da es meist irgendjemanden in der neuen Familie gibt, der nicht wirklich erfreut über die Ankunft des Neuankömmlings ist. Hier sind sie alle so freundlich, dass man anfangs misstrauisch wird und nur auf den großen Knall wartet. Dafür schließt man umso schneller Emmas Familie ins Herz. Leider kommen die beiden Zwillinge etwas zu kurz, was aber daran liegt, dass sie am unwichtigsten für den Verlauf der Geschichte sind und der Roman vermutlich deutlich langatmiger geworden wäre, hätte man ihnen mehr Raum gelassen.
Sobald man hinter Calums Geheimnis kommt und alles einen Sinn ergibt, wird es umso spannender und man kann den Roman kaum noch aus den Händen legen. Denn auch wenn man sich denken kann, wie es ausgehen wird, will man dennoch wissen, was genau mit Emma geschieht. Zumal es einige kleinere Überraschungen gibt und es der Autorin gegen Ende gelingt, einen so sehr zu fesseln, dass man sofort zum Folgeband greifen will.


Fazit

Die fantastischen Figuren und die faszinierende Mythologie gleichen die Klischees aus und machen es zu einem fesselnden Reihenauftakt. Das Wiedersehen mit Emma und Calum kann ich kaum erwarten.




Autorin: Marah Woolf
Seiten: 368
Verlag: Books on Demand

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