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Zorn der Engel (Rezension)

Inhalt

Tief enttäuscht über Cassiels Verrat und ihre eigene Dummheit, wartet Moon im Gefängnis darauf, dass die Prüfung endlich stattfindet. Die Prüfung, bei der sich zeigt, ob sie eine Schlüsselträgerin ist oder nicht. Wie konnte sie bloß auf einen Engel hereinfallen?
In Vorbereitung auf die Prüfung kommt sie nicht umhin, engen Kontakt mit den Engeln zu pflegen und es bringt ihre Sicht ins Wanken. Nur wie soll sie je wieder einem Engel vertrauen, nachdem Cassiel ihr Leben zerstört hat? Und wie kann sie diese verdammte Prüfung überleben?


Kritik

Band zwei schließt direkt nach dem ersten Teil an, wodurch man schnell in die Geschichte hineinfindet. Moons Lage ist dem Leser noch allzu bewusst und das macht es einfach, mitzufiebern. Dadurch ist es auch sehr praktisch, dass die ersten spannenden Szenen recht zügig kommen.
Moons Schicksal liegt schon bald in Lucifers Armen, den weder sie noch der Leser zu durchschauen mag. Aber schon im ersten Band hat man Lucifer ins Herz geschlossen und dadurch liest sich die Fortsetzung umso besser. Endlich bekommt man viele Szenen mit dem Erzengel und lernt ihn besser kennen.
Da sich Moon in den Räumlichkeiten von Lucifers Hof aufhält, erfährt man eine Menge über das Leben der Engel. Zumal Moons Träume dazu beitragen, dass man auch die Geschichte von Lucifers Gefolge erlebt. Dadurch versteht man einige Hintergründe und auch die Beweggründe, warum Lucifer handelt, wie er nun mal handelt.
Auch wenn Moons Mut nicht erloschen ist, wirkt sie doch zwischenzeitlich so zahm wie ein Schmusekätzchen, das nur in Lucifers Gegenwart ihre spitze Zunge auspackt. Manchmal wäre es schöner gewesen, wenn sie durchweg die Kratzbürste wäre, die sie zu Beginn ist. Zumal ihre Zweifel gegenüber den Motiven der Engel sich stetig wiederholen und sie dennoch dazu tendiert, ihnen schon wieder zu vertrauen.
Die einzelnen Prüfungsteile sorgen für Spannung und Abwechslung, wodurch man nur so durch die Seiten fliegt. Vor allem aber sind die Szenen ebenso fantastisch geschrieben, wie das Geplänkel zwischen Lucifer und Moon, wodurch man den Szenen quasi entgegen fiebert.
Gegen Ende wird es dann ein wenig abgedreht und der Leser wird mit vielen Fragezeichen zurückgelassen. Zwar sorgt das dafür, dass man unbedingt weiterlesen will, nur hätte die Autorin das ein oder andere gerne aufklären können. Trotzdem ist alles stimmig und man erlebt die Geschichte aus Moons Sicht. Der Autorin gelingt es, die Szenen so zu schreiben, dass man zwischen die Seiten tauchen kann und alles um sich herum vergisst.

Fazit

Gerade wegen Moons Entwicklung und der Häufigkeit von Szenen mit Lucifer übertrifft Band 2 seinen Vorgänger um Längen. Absolute Leseempfehlung!!!



Autorin: Marah Woolf
Seiten: 444
Verlag: Books on Demand

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