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Die Dreizehnte Fee - Entzaubert (Rezension)

Die Rache geht weiter . . .

Inhalt

Nachdem die ersten Schwestern tot sind und der Hexenjäger die dreizehnte Fee töten wollte, ist sie mit ihrer Schwester, der Eishexe, in ihr Reich gegangen. Alle noch lebenden Schwestern treffen kurz darauf ein, um über das Schicksal der Königin zu urteilen. Damit die Königin nicht die Magie ihrer Schwestern nutzen kann, hat die Eishexe ihr einen Eispfahl ins Herz gestoßen.
Als es zu einem Kampf zwischen der Drachenreiterin und der Eishexe kommt, kann die Königin fliehen. Ihre anderen Schwestern, die auch alle geflohen sind, jagen sie noch immer. Im Gegenzug schließt sie sich wieder dem Hexenjäger an und kommt einigen Schwestern bedrohlich nahe. Doch die Vergangenheit ruht nicht und plagt die dreizehnte Fee.
Wird sie ihre Rache beenden?

Kritik

Die Geschichte setzt direkt nach dem Ende des ersten Bandes an. Es ist gut, wenn man es direkt nach dem ersten liest, um nicht rauszukommen. Im zweiten erfährt man viel mehr Hintergründe der Feen und was ihnen zugestoßen ist und weshalb sie so geworden sind. Auch beginnt die dreizehnte Fee zu trauern um ihre gefallenen Schwestern und man merkt, dass sie gar nicht so kalt und böse ist, wie es anfangs wirkt. Vor allem aber ist es schön, die anderen Feen kennen zu lernen, ohne, dass sie gleich sterben. Dadurch wirkt die Geschichte lebendiger und man realisiert, dass sie nicht alle schlichtweg böse sind. Manche sind gut und helfen den Menschen, auch wenn es von außen anders aussieht.
Auch dringt der Leser tiefer in die dreizehnte Fee, auch Königin genannt, ein und lernt viel über ihre Vergangenheit. Ein Besuch in der goldenen Stadt bringt Erinnerung an ihren ersten Besuch dort zurück und an den Schmerz, den sie seither mit sich herumschleppt. Immer mehr Mitleid hat man mit ihr und der Leser will sie irgendwann einfach nur noch schützen.
Die Handlungsstränge sind grob zu erahnen, aber viele kleine Wendungen machen es interessanter und auch der Schreibstil hilft dabei, das Buch in einem Rutsch lesen zu können und zu wollen.

Cover

Auch hier sieht man wieder den Spiegel, der auch im zweiten Teil eine Rolle spielt. Der Spiegel auf dem Cover ist das Erkennungszeichen der Reihe, auch wenn andere Farben hier dominieren. So erinnert es ein wenig an den Eispalast der Eishexe. Diesmal gibt es nicht nur die Zeichnungen auf der Vor- und Rückseite des Covers, sondern auch auf den letzten Seiten des Romans. Es sind Fanarts, die alle sehr schön und passend sind.

Fazit

Eine sehr gelungene Fortsetzung, die dem ersten Teil in Spannung nicht nachsteht, wie es sonst so oft der Fall ist. Bleibt nur zu hoffen, dass das Niveau im dritten und letzten Teil gehalten werden wird. Ein absolutes Lesemuss für alle, die in den bösen Charakteren mehr sehen und Fantasy mögen.

Kommentare

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